Warnleuchten für Ortsfremde

BERNKASTEL-KUES. (cb) Nach dem Lastwagen-Unfall am moselseitigen Ausgang (Westportal) des Burgbertunnels (TV vom 28. und 29. März) haben die Mühlen schnell gemahlen. Bei einem Ortstermin, der auf Einladung der Kreisverwaltung zustande kam (der Tunnel ist als Kreisstraße deklariert), machten sich Experten ein Bild von der Situation und berieten über Verbesserrungen.

Wenn die zuständigen Gremien des Kreises zustimmen, wird es umgehend zu folgenden Änderungen kommen. Die Gefahrenzeichen "Lichtzeichenanlage", die zirka 100 Meter vor der Einmündung auf die B 53 an der Tunnelwand befestigt sind, werden gegen größere und beleuchtete Verkehrszeichen ausgetauscht. Ferner werden im Bereich der Gefahrenzeichen beidseitig Warnblitzleuchten installiert. Dies habe sich, so die Kreisverwaltung, bereits auf der B 50 am östlichen Tunneleingang bewährt. Als optische Geschwindigkeitsdämpfung werden im Einmündungsbereich des Westportals mehrere Quermarkierungen aufgebracht. Darüber hinaus wird die bisher unbeleuchtete Fußgängerfluchtweg-Beschilderung durch beleuchtete Elemente ersetzt. Die Kosten werden sich nach ersten Schätzungen auf zirka 30 000 Euro belaufen. Nach Auskunft von Helmut Kaspar, Leiter der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues, war die Expertenrunde einhellig der Meinung, dass die Unfallhäufigkeit (31 Unfälle seit dem Jahr 2000) fast ausschließlich auf die schlechte Erkennbarkeit der Ampel zurückzuführen ist. Der Ortsfremde fahre in dem Glauben durch den Tunnel, dass es hinter der Röhre mit freier Fahrt weitergehe. Er rechne nicht mit einem Verkehrsknotenpunkt. Eine Überprüfung der Unfallunterlagen habe ergeben, dass es sich bei den Unfallverursachern überwiegend um Ortsunkundige handele.