Warnung vor Bakterien im Trinkwasser: Meerfeld, Bettenfeld, Manderscheid, Eckfeld, Pantenburg, Wallscheid und Dierfeld sind betroffen

Warnung vor Bakterien im Trinkwasser: Meerfeld, Bettenfeld, Manderscheid, Eckfeld, Pantenburg, Wallscheid und Dierfeld sind betroffen

Coliforme Keime, sogenannte Fäkalkeime und krankheitserregende Enterokokken sind bei einer Routineprüfung im Trinkwasser rund um Bettenfeld nachgewiesen worden. Deshalb gilt seit Montag, 14. September, bis auf weiteres ein Abkochgebot in Meerfeld, Bettenfeld, Manderscheid, Eckfeld, Pantenburg, Wallscheid und Dierfeld.

Rund um Manderscheid muss ab sofort das Trinkwasser abgekocht werden. Der Grund: Es wurden Fäkalkeime nachgewiesen. Dabei wurden die routinemäßigen Wasserproben bereits am Donnerstag, 10. September, gezogen. Als am Montag, 14. September, das Ergebnis vorlag, wurde sofort reagiert.

Für Meerfeld, Bettenfeld, Manderscheid, Eckfeld, Pantenburg, Wallscheid und Dierfeld gelten in Absprache mit dem Gesundheitsamt ab sofort folgende Sicherheitsvorkehrungen:
Leitungswasser nur abgekocht trinken.
- Das Wasser einmalig sprudelnd aufkochen und langsam über mindestens zehn Minuten abkühlen.
- Für die Zubereitung von Essen, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden ausschließlich abgekochtes Leitungswasser oder industriell abgepacktes Mineralwasser verwenden.
- Es kann geduscht werden, jedoch soll das Wasser nicht geschluckt werden.

Am Dienstag werden von den Verbandsgemeindewerken Wittlich-Land Flugblätter mit Informationen an die Haushalte verteilt.

Dr. Hans-Christoph Schlichting, Leiter des Gesundheitsamtes bei der Kreisverwaltung, sagte auf TV-Nachfrage: "Wir haben bereits die Seniorenheime und die Eifelklinik in Manderscheid informiert. Bislang sind von dort es keine Magen-Darm-Erkrankungen bekannt. Die sind in solchen Einrichtungen ab zwei Infekten bei möglichem Zusammenhang meldepflichtig."

Die Erreger können Menschen mit geschwächtem (Senioren) oder noch nicht ausgebildetem Immunsystem (Säuglinge) krankmachen. Schlichting weiter: "Bei diesen Keimen gibt es eine Null-Toleranz-Grenze. Da muss man reagieren." Es sei aber kein Extremfall, sonst würde die Wasserversorgung komplett unterbrochen.

Jetzt werden die Leitungen gespült, um die Erreger mechanisch aus dem System zu entfernen, dann gechlort. Es werde vermutlich länger dauern, bis das Problem gelöst sei. Die Keime waren in den Hochbehältern Bettenfeld, Manderscheid und Eckfeld aufgefallen. Der erste Fund stamme aus dem Ablauf des Bettenfelder Hochbehälters, deshalb wird in allen nachfolgenden Orten gewarnt. Der Zulauf sei in Ordnung. Karlheinz Hött, Werkleiter beim Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Mosel sagt: "Das Wasser kommt von Meisburg in der Eifel und ist bis zum Hochbehälter in Bettenfeld sauber." Alles was dahinter liege, sei nun vom Abkochgebot betroffen. Keime seien auch in Proben der Hochbehälter in Manderscheid und Eckfeld gefunden worden.

Hans-Christoph Schlichting sagte weiter, der Bettenfelder Hochbehälter müsse komplett entleert und inspiziert werden. Woher die Verunreinigungen stammen, war gestern unklar.