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Kommunalwahl: Warten auf die Kommunalreform

Kommunalwahl : Warten auf die Kommunalreform

Die Infrastruktur stärken, jungen Familien das Landleben attraktiv machen, den Umweltschutz vorantreiben – das sind einige der Programmpunkte der Parteien und Listen, die in der VG Thalfang zur Kommunalwahl antreten.

„Unser Ziel ist erneut die Mehrheit im Rat. Das ist die Devise der Thalfanger Sozialdemokraten“, sagt deren Spitzenkandidat Burkhard Graul von der SPD. Fraktionsvorsitzender Detlef Jochem und Ortsvereinsvorsitzender Reinhard Manz sagen zum Listenvorschlag: „Eine gute Mischung aus Jung und Alt und auch neuen Kräften, das steht für einen starken Personalvorschlag für die Bürgerinnen und Bürger in der Verbandsgemeinde“. Graul betont, dass es künftig großer Anstrengungen bedürfe, das bisher Erreichte zu bewahren und weiter auszubauen.

Unverzichtbar sei eine moderate Ausgabenpolitik, in der das „Machbare der Maßstab sein soll, ohne das Wünschenswerte aus dem Blickfeld zu verlieren“. Die Förderung der Sanierung der Erbeskopf Realschule plus Thalfang oder die weitere Sanierung der Landesstraße L 155 von Papiermühle über Berglicht und Gielert bis zum Berghof, sei, so Graul, auch der SPD-Landtagsabgeordneten Bettina Brück zu verdanken, die ebenfalls für den VG-Rat kandidiere.

1. Burkhard Graul, Thalfang-Bäsch, 2. Bettina Brück, MdL, Thalfang, 3. Detlef Jochem, Dhronecken, 4. Andrea Jäger, Heidenburg, 5. Alfred Eberhard, Berglicht, 6. Petra Ott, Malborn, 7. Detlef Haink, Hilscheid, 8. Dr. Sandra Adam, Thalfang-
Bäsch, 9. Holger Conrad, Dhronecken, 10.Thomas Klein, Rorodt, 11. Sebastian Graul, Burtscheid, 12. Johannes Kurz, Deuselbach, 13. René Dustert, Schönberg, 14. Olaf Hannemann, Burtscheid, 15. Gerd Hartenberger, Deuselbach, 16. Dietmar Blau, Burtscheid, 17. Florian Jochem, Dhronecken, 18. Jürgen Paulus, Heidenburg, 19. Reinhard Manz, Deuselbach, 20. Hermann Klein, Rorodt, 21. Stefan Hubert, Thalfang, 22. Karl-Heinz Mauell, Berglicht, 23. Michael Klee, Thalfang-Bäsch, 24. Karl Martin, Talling, 25. Erich Scheid, Heidenburg, 26. Horst Hubert, Thalfang.

Die Sanierung der Erbeskopf-Realschule plus, schnelles Internet, Ausbau der Kitas und die Förderung der erneuerbaren Energien sind einige der Themen, die CDU-Sprecher Winfried Welter im Rückblick als erfolgreich verbuchen kann.

„Jetzt wollen wir uns stark machen für eine zukunftsfähige Heimat für unsere Bürger/innen in unseren Dörfern,“ sagt Welter. Die Grundlagen dafür seien unter anderem der Erhalt der Ganztags- und Betreuenden Schulen, die Förderung der Feuerwehren, Vereine und ehrenamtlichen Helfer sowie deren Nachwuchsarbeit, Arbeitsplätze mit Perspektive, die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität, die Pflege und Versorgung der älteren Mitmenschen und der Erhalt, die Instandhaltung und Modernisierung des Erholungs- und Gesundheitszentrums. Die CDU Thalfang, so Welter, will die Landesregierung auffordern, die Kommunal- und Verwaltungsreform zügig umzusetzen und die Gemeinden finanziell besser auszustatten. Deshalb soll das sogenannte Konnexitätsprinzip umgesetzt werden: Das Land trägt die Ausgabenlast der neu an die Gemeinden übertragenen Aufgaben. Möglichst viele Orte aus der gesamten VG sollten vertreten sein, das war wichtig, so Höfner.

1. Vera Höfner, Thalfang, 2. Winfried Welter, Breit, 3. Andreas Vochtel, Thalfang, 4. Siegbert Ott, Malborn, 5. Klaus Hölzemer, Deuselbach, 6. Luzia Steffes, Horath, 7. Alexander Becker, Heidenburg, 8. Johannes Kopp, Malborn, 9. Karl Heinz Koch, Thalfang, 10. Vera Steinmetz, Malborn, 11. Bernd Zang, Deuselbach, 12. Cornelius Ganz, Malborn, 13. Robin Blatt, Thalfang, 14. Georg Resch, Berglicht), 15. Bernd Pfeiffer (Thalfang, 16. Stephan Gerhard, Thalfang, 17. Ralf Rischner, Malborn, 18. Ingo Hey, Thalfang, 19. Rainer Höfner, Thalfang, 20. Heike Meter-Schu, Heidenburg, 21. Rainer Knob, Thalfang, 22. Joachim Brückner, Thalfang, 23. Karl-Heinz Keuper, Thalfang.

„Die FWG Erbeskopf versteht sich als Garant für die Selbstständigkeit der Ortsgemeinden“, sagt Listenführer Richard Pestemer. Zur Sicherung und Stärkung dieser Selbstständigkeit sei die sofortige Entschuldung aller Ortsgemeinden durch eine umfassende landesweite Kommunalfinanzreform unabdingbar. Nur so könnten die gemeindlichen Pflichtaufgaben zum Erhalt und Ausbau der Infrastruktur innerhalb der Verbandsgemeinde sowie Ortsgemeinden zukunftssicher garantiert werden. In Bezug auf die Kommunalreform positioniert sich die FWG Erbeskopf klar, denn für sie sei der Erhalt des Thalfanger Rathauses als Verwaltungsstelle in der Standortgemeinde Thalfang unverzichtbar.
Weitere gewichtige Themen der Liste sind die ökologisch nachhaltige Nutzung der gemeindlichen Ressourcen wie Forst-, Agrar und Grünflächen, die Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten angesichts der Herausforderung des demographischen Wandels, die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes für Senioren und Junioren auch ohne individuelle Autonutzung und die auf Freiwilligkeit basierende enge Kooperation aller Nationalparkgemeinden.
1. Richard Pestemer, Neunkirchen, 2. Brigitte (Pitti) Claus, Neunkirchen, 3. Silvia Pfeiffer, Thalfang, 4. Berthold Jung, Neunkirchen, 5. Udo Pfeiffer, Thalfang, 6. Martin Jung,  Neunkirchen, 7. Reiner Roth, Lückenburg.

„Wir wollen bezahlbares Leben auf dem Land fördern. Das muss bezahlbar sein“, sagt Günter Stutzenberger von der Thalfanger Freien Liste. Vor allen Dingen müssten die Straßenausbaubeiträge abgeschafft werden. Auch für eine bessere finanzielle Ausstattung von Land und Bund will seine Liste kämpfen.

Die Versorgung der Infrastruktur müsse aufrechterhalten werden, auch das Schwimmbad sei wichtig. Seine Liste tritt zum ersten Mal für den Rat der Verbandsgemeinde an. „Wir waren die ganze Zeit in Thalfang-Bäsch vertreten und wollen jetzt auf VG-Ebene einsteigen,“ sagt Stutzenberger. Im Thema Kommunalreform liegt die Position der Freien Liste fest: „ Wir haben uns in der Kommunalreform für Morbach ausgesprochen. Haben das auch angeschoben damals“, sagt Stutzenberger. Da spiele auch der Solidargedanke mit. ÖPNV und Geschäfte im Ort seien auch wichtig. Ebenso sei es wichtig, Anreize für junge Leute zu schaffen, nach Thalfang zu ziehen. Bezahlbarer Grund und Boden, niedrige Grundsteuer.

1. Stefan Brück, Thalfang, 2. Karsten Hagenburger, Thalfang, 3. Stefan Hürtgen, Thalfang, 4. Wolfgang Junk, Thalfang, 5. Karla Haink-Schmidt, Hilscheid, 6. Timo Haink, Thalfang-Bäsch, 7. Jutta Bollig, Thalfang, 8. Dirk Marx, Thalfang, 9. Heidi Brück, Thalfang, 10. Siegfried Speidel, Thalfang-Bäsch, 11. Andreas Haink, Thalfang-Bäsch, 12. Dirk Hagenburger, Gielert, 13. Gerhard Müller, Lückenburg, 14. Uwe Wiegmann, Thalfang, 15. Josef Thösen, Thalfang, 16. Günter Stutzenberger, Thalfang, 17. Dieter Bickler, Thalfang.

Die FDP in Thalfang setzt auf eine neue Ordnung der Finanzen. Listenführer Werner Breit sagt: „Das Wohl der Menschen in unseren Dörfern und das Streben nach gleichwertigen Lebensverhältnissen in unserer Verbandsgemeinde haben oberste Priorität. Dazu bedarf es einer besseren Finanzausstattung unserer defizitären Gemeinden.“ In der aktuellen Diskussion um die Straßenausbaubeiträge nimmt Breit klar Stellung: „Eine Übernahme der Straßenausbaubeiträge durch das Land, unter Beibehaltung der gemeindlichen Hoheitsentscheidung, würde die Gemeinden und ihre Bürger entlasten und sollte umgesetzt werden.“ Die Kommunalreform müsse weiter vorangebracht werden. Mainz soll eine endgültige Entscheidung bis Jahresende liefern, so das FDP-Programm. Die Erbeskopf Realschule plus sollte in die Trägerschaft des Landkreises wechseln. Breit: „Dazu gehört auch die Übernahme der für die Renovierung aufgenommenen Verbindlichkeiten.“

1. Werner Breit, Thalfang-Bäsch, 2. Heike Marx-Knop, Immert, 3. Wolfgang Marx,Talling, 4. Georg Klein Berglicht, 5. Karl-Rudolf Pfeiffer, Thalfang-Bäsch, 6. Oliver Schmitz, Horath, 7. Reinhard Biel, Thalfang, 8. Loisa Marx, Immert, 9. Claudia Leonhard, Thalfang, 10. Thomas Kreckel, Malborn, 11. Lothar Manz, Deuselbach, 12. Dominik Müller, Thalfang, 13. Christoph Manz, Talling, 14. Hermann Maier, Thalfang, 15. Stefan Breit, Thalfang-Bäsch, 16. Ulrike Offergelt, Thalfang-Bäsch, 17. Gerd Kiefer, Thalfang 18. Heinz Reusch,  Berglicht.

Umweltschutz ist ein zentrales Thema der Kandidaten der Grünen/Bündnis 90. Demnach seien die Folgen des Klimawandels jetzt schon in Thalfang zu spüren. Christian Synwoldt aus Malborn erläutert das: „Ein ganz wesentlicher Punkt ist, dass hier in Thalfang die Trinkwasserquellen soweit in der Schüttung zurückgegangen sind, dass die VG Thalfang bereits aus der Nachbarschaft Wasser einführen musste. Damit erleben wir bereits jetzt die Klimawandelfolgen in einer Region, die besonders waldreich und niederschlagsreich ist.“ Aus seiner Sicht sei es wichtig, noch viel mehr auf die natürlichen Ressourcen zu achten und die VG-eigenen Liegenschaften mit dem Thema regenerative Energien zu konfrontieren.

Synwoldt: „Eine ganze Reihe von Landwirten wählt den Weg in die Biolandwirtschaft. Das ist durchaus wirtschaftlich, weil sich damit höhere Erträge erzielen lassen. Landwirtschaft hat Vorbildfunktion.“

1. Christian Synwoldt, Malborn, 2. Regine O‘Field, Lückenburg, 3. Anton Göppert, Heidenburg, 4. Hiltrud Synwoldt, Malborn, 5. Alexander Göppert, Heidenburg, 6. Ursula Meiners, Heidenburg, 7. Lothar Martin, Thalfang, 8. Sebastian Kluth, Malborn.