Warten auf Verbindung

Bürger aus Burgen, Gornhausen, Hirzlei, Veldenz und Thalveldenz dürfen auf bessere Internet-Zeiten hoffen. Nachdem 40 Teilnehmer schriftlich ihr Interesse bekundet haben, ist der Funknetzanbieter "Wireless DSL" zuversichtlich, dass er zum Zuge kommen wird.

Burgen. (urs) Schlag 20 Uhr wird es eng im Saal des Burgener Gasthauses Lorenz. Vor allem Bürger aus Gornhausen sind gekommen. Aber auch Internet-Geplagte aus Hirzlei sowie aus Burgen sind unter den Gästen. Der Klausener Funknetzanbieter "Wireless DSL" hat für die Dörfer eine DSL-Alternative ausgearbeitet, von der auch Veldenzer und Thalveldenzer profitieren könnten.Erste Telekom-Stiefkinder haben bereits zuvor via Internet ihr Interesse bekundet. Für den Fall, dass dem Beispiel der 25 weitere zehn folgten, ist Norman Dietzen von Wireless optimistisch, dass es Ernst werden könnte mit der Funk-Lösung. Verbindliche Anmeldungen habe das Unternehmen zwar bisher noch keine verlangt. Doch Erfahrungen aus Klausen lassen ihn gelassen bleiben. "Wenn das einmal aufgebaut ist, kommen diejenigen, die sich dafür interessiert haben, nach", führt er als Beispiel den Ortsteil Krames an, der es heute allein auf 40 Funk-DSL-Teilnehmer bringe. Unterstützt von Sven Schröder demonstriert er die für die Orte erarbeitete Lösung. Kern des Konzeptes ist ein Funkmast auf dem Berg zwischen Mülheim und Burgen, auf dem bereits ein Fernsehumsetzer steht. Gornhausen soll darüber hinaus über Schloss Veldenz angebunden werden. Im optimalen Fall werde es mit dieser Variante künftig möglich sein, "mit einer Geschwindigkeit von DSL 16 000 zu surfen", verspricht Dietzen. Abgesehen von diesen Aussichten garantiert er als Minimum DSL 1000.Selbst dieser wäre für viele bereits ein Riesen-Vorteil. Denn derzeit ist einzig Veldenz gut versorgt - aber nicht flächendeckend. In Burgen können 57 Prozent der Bürger DSL nutzen. Die übrigen 43 Prozent sind hingegen ebenso DSL-freie Zone wie Thalvaldenz, Gornhausen und der Brauneberger Ortsteil Hirzlei.