Warten auf Wittlich

Die Kreisausschussmitglieder waren sich in ihrer Sitzung in Sachen Wittlicher Großsporthalle schnell einig: Sie wollen die Entscheidung des Wittlicher Stadtrats am Donnerstag abwarten. Ende März will sich der Ausschuss dann festlegen, wie es weitergeht.

Wittlich. (mai) Die Eckpunkte eines Kooperationsvertrag von Kreis und Stadt Wittlich für die Wittlicher Großsporthalle für das Cusanus-Gymnasium und die Kurfürst-Balduin-Realschule stehen bereits. Doch aktuell machte der Innenminister der anvisierten Kooperation einen Strich durch die Rechnung. Er gab bekannt, dass die Stadt entgegen ihren Wünschen keine Aussicht mehr auf die Förderung einer Stadthalle hätte, sofern sie sich für eine Großsporthalle samt Förderung entscheiden würde (der TV berichtete).Vor diesem Hintergrund hielt sich der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung nicht lange mit dem Thema, das eigentlich entschieden werden sollte, auf. Man wolle die Stadtrats-Entscheidung in dieser Sache abwarten, die am kommenden Donnerstag fallen soll, hieß es. Der Kreisausschuss werde dann am Montag, 31. März, endgültig entscheiden, wie es weitergehe. Landrätin Beate Läsch-Weber machte noch einmal deutlich worum es dem Kreis geht: "Wir wollen die Schulsportsituation verbessern, wenn möglich in Kooperation mit der Stadt."Bleibt es bei der Kooperation, dann bauen Kreis und Stadt gemeinsam eine Drei-Feld-Halle mit Tribünenanlage, die auch für andere als sportliche Nutzungen dienen soll. Verabschiedet sich die Stadt von dem gemeinsamen Projekt, wird der Kreis alleine bauen. Die Halle wird laut Landrätin dann bescheidener ausfallen. Läsch-Weber versicherte, dass es bei einer Entscheidung des Kreises am 31. März immer noch möglich sei, die Förderung in beide Richtungen zu beantragen sei.Kritisch meldete sich Hubert Thönes (CDU) zur Förderpraxis des Landes zu Wort. Er fragte: "Wie werden wir im Vergleich zu Bitburg behandelt?" Die Bitburger Stadthalle sei mit 20 Millionen Euro gefördert worden, Wittlich erhalte nun hingegen eine Kleinstförderung. Für die Großstadthalle wolle das Land gerade mal eine Millionen Euro beisteuern. Damit könnten die 14 Millionen Euro, die es für eine Stadthalle in Wittlich hätte geben sollen, nicht abgegolten sein.

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