Warten auf Zuschüsse

Die Renaturierung des Bachlaufs wurde bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen. Um die Umwelt weiter zu unterstützen forstet die Gemeinde nun vier Hektar Wald auf. Auf Zuschüsse für einen Feldweg hofft der Gemeinderat.

In Gipperath setzte sich die Gemeinde im vergangenen Jahr für Umweltbelange ein. Eine aktive Gemeindepartnerschaft unterhält der Ort mit Beuvillier in Frankreich. TV-Foto: Christina Bents

Gipperath. "Aktion blau", so heißt ein Aktionsprogramm des Landes, um die ökologische Funktionsfähigkeit der Bachläufe wieder herzustellen. Die Gemeinde Gipperath hat sich an diesem Programm beteiligt. "Wir haben für die Aktion blau 40 kleine Parzellen am Bach aufgekauft, damit sich schnell und ungestört Pflanzen wieder ansiedeln können", berichtet Hans-Leo Schäfer, Bürgermeister.

Aus Fichtenwald soll Mischwald werden



Darüber hinaus will die Gemeinde weiter die Natur schützen. Ein vier Hektar großes Stück Land, auf dem vorher Fichten standen, wird als Mischwald wieder aufgeforstet. "Wir können das als Gemeinde auch leisten, denn die Hälfte der Gemarkung ist Gemeindeeigentum", erklärt Hans- Leo Schäfer.

Zudem möchte die Gemeinde auch einen 1,8 Kilometer langen Feldweg ausbauen. "Das hatten wir eigentlich schon im vergangenen Jahr vor, aber wir waren bei den Zuschüssen nicht dabei. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr", hofft der Bürgermeister.

Daneben hat die Gemeinde die Grillhütte gemeinsam mit Geld des RWE renoviert. Auch vier der sieben Wegekreuze sind wieder in Ordnung gebracht worden.

"Das haben Bürger in Privatinitiative gemacht, die Gemeinde will sich im nächsten Jahr dafür einsetzten, dass auch die drei anderen renoviert werden". Der Eingangsbereich des Foyers im Bürgerhaus ist ebenfalls in den Planungen der Gemeinde. Hier stehen Sanierungsarbeiten an.

260 Einwohner, ein Gasthaus



In Gipperath leben 260 Einwohner, es gibt ein Gasthaus, das sehr gut angenommen wird und vor kurzem renoviert wurde. Ein Elektroinstallationsbetrieb ist im Ort ansässig. Den Kindergarten besuchen die Kinder in Niederöfflingen, die Grundschule in Hasborn.

Besonders freuen sich die Bewohner des Ortes über die Partnerschaft mit der Gemeinde Beuvillier in Frankreich. "Seit 25 Jahren leben wir eine aktive Partnerschaft, besuchen uns einmal pro Jahr mit ungefähr 50 Personen gegenseitig. Auch privat gibt es Kontakte über das ganze Jahr hinweg. Für einige ist das sogar Anreiz, sich intensiver mit der Sprache auseinanderzusetzen", berichtet Bürgermeister Hans-Leo Schäfer stolz.