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Gesundheit: Was erwartet den „Impfberechtigten“?

Gesundheit : Was erwartet den „Impfberechtigten“?

Der TV hat die Kreisverwaltung gebeten, den genauen Ablauf, der auf die „Impflinge“ im Impfzentrum  in Wittlich zukommt, zu beschreiben. Man muss mehr als eine Stunde Zeit mitbringen.

Wittlich Was erwartet den „Impfling“, wenn er das Impfzentrum durch die automatische Glasschiebetür im Ex-Hela-Baumarkt in Wittlich betritt nun also ganz konkret? Und wie kommt man überhaupt in den Genuss einer Impfung? Die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich beschreibt den Ablauf wie folgt:

Termin Die Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums legt fest, wer sich zuerst impfen lassen darf. Die Impfberechtigten werden informiert. Eine Impfung kann nur nach vorheriger Terminvereinbarung erfolgen. Diese erfolgt auf eigene Veranlassung über ein Call-Center des Landes Rheinland-Pfalz oder ein Online-Formular. Anhand der dabei abgefragten Daten wird überprüft, ob Kontraindikationen vorliegen und ob man zur priorisierten Gruppe gehört. Erst danach wird der Termin beider Impfungen schriftlich bestätigt.

 

Anmeldung Zur Anmeldung im Impfzentrum sind verschiedene Unterlagen mitzubringen. Hierzu gehören neben der Terminbestätigung und den übersandten Unterlagen unter anderem ein Identitätsnachweis (Personalausweis, Reisepass oder Aufenthaltsberechtigung) sowie ein Nachweis über die Zugehörigkeit zu einer der priorisierten Gruppen. Zum zweiten Impftermin ist zusätzlich noch eine Nebenwirkungskarte mitzubringen. Um einen reibungslosen Ablauf der Impftermine zu gewährleisten, werden die Impflinge gebeten, 15 Minuten im Voraus zu ihren vereinbarten Terminen zu erscheinen. Das Betreten des Impfzentrums erfolgt in der Regel alleine. Lediglich in begründeten Einzelfällen ist die Begleitung durch maximal eine Person möglich.

 

Aufklärung Die Aufklärung erfolgt grundsätzlich durch das im Vorfeld übersandte Aufklärungsmaterial sowie in Form einer Gruppenaufklärung durch Aufklärungspräsentationen, die im Impfzentrum auf Bildschirmen gezeigt werden. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit, in einem Besprechungsraum, der Vertraulichkeit gewährleistet, Fragen zur Impfung an den diensthabenden Arzt zu stellen. Ebenso werden an der Station die Angaben zu Vorerkrankungen, die im Rahmen der Terminbestätigung gemacht wurden, durch den Arzt geprüft und im Hinblick auf die Impfung gegen Covid-19 bewertet. Sollte eine Kontraindikation bestehen, wird der Vorgang an dieser Stelle abgebrochen.

Impfung Nach einem kurzen Aufenthalt in einem Wartebereich begibt sich der Impfling nach Aufruf in die für ihn vorgesehene Kabine, wo die Impfung mit dem ausgewählten Impfstoff durchgeführt wird. Die Kabinen sind so eingerichtet, dass das Ablegen von Kleidungsstücken unter Beachtung der Privatsphäre möglich ist. Die Impfung erfolgt in den Oberarm.

Nachbeobachtung Nach erfolgter Impfung begibt sich die Person erneut in einen Wartebereich zur Nachbeobachtung, die ebenfalls freiwillig ist. In dieser Station werden alle geimpften Personen für einen Zeitraum von 15 Minuten nachbeobachtet und, sollte eine Nebenwirkung auftreten, medizinisch betreut. Nach einem komplikationslosen Verlauf der Impfung erfolgt der Check-Out. Dort erhält der Impfling ein Hinweisschreiben, welches als Zugangsberechtigung zum zweiten Impftermin gilt, eine Nebenwirkungskarte zum Aufzeichnen etwaiger Nebenwirkungen, welche ebenfalls zum zweiten Termin mitzubringen ist sowie eine Impfbestätigung zur Dokumentation der Impfung.

Dauer Wie viel Zeit müssen Impfgäste mitbringen? Wie Eric Schlöder, Leiter des Impfzentrums erklärt, habe man die Impfungen testweise durchgespielt. „Je nach Andrang und Umstand, ob man als erster oder letzter einer Gruppe geimpft wird, kann das bis zu einer Stunde und fünfzehn Minuten dauern.“ So viel Zeit sollten Impflinge beim Besuch des Impfzentrums in Wittlich also mitbringen.