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Was hält mich in der Region? - Junge Leute und erfahrene Kommunalpolitiker diskutieren in Bernkastel-Kues

Was hält mich in der Region? - Junge Leute und erfahrene Kommunalpolitiker diskutieren in Bernkastel-Kues

Eine interessante Frage. Was könnte junge Leute bewegen, in der Region zu bleiben oder nach Ausbildung oder Lehre zurückzukommen? Am Samstag, 9. Mai, soll darüber ganz konkret geredet werden. Und es sollen erste Arbeitsaufträge vergeben und Projekte angestoßen werden.

Die Chance, etwas zu bewegen: So heißt es in der Ankündigung zum Jugendforum "Bleiben-Gehen-Wiederkommen" in der Verbandsgemeinde (VG) Bernkastel-Kues. Das Motto macht deutlich, worum es am Samstag, 9. Mai, geht.
Was kann junge Leute dazu bewegen, in der Region zu bleiben? Was drängt sie in die weite oder vielleicht doch nur nahe Welt? Was könnte sie dazu bewegen nach Lehre oder Studium zurückzukommen?Wohlfühlen an der Mittelmosel


Diskutieren, Anregungen geben und Wünsche äußern sollen an diesem Tag zwischen 15 und 18 Uhr aber nicht nur die jungen Leute.
"Ziel sind Hinweise für eine konkrete Handlungsplanung der Kommunalpolitik und gegebenenfalls konkrete Arbeitsaufträge und Projekte", umreißt Guido Moll, Jugendpfleger der VG, den Auftrag.
Und deshalb sind zu der Veranstaltung im Jugendkulturzentrum in Bernkastel-Kues auch die Mitglieder von Verbandsgemeinderat und Stadtrat, die Mitglieder des Fachausschusses für Jugend, Soziales, Senioren, Sport und Schulen sowie die Bürgermeister der 27 Orte eingeladen. Aber auch für jeden anderen Bürger, ob jung oder alt, steht die Tür weit offen.
Dem Forum vorausgegangen ist eine Online-Befragung, an der sich 315 junge Leute zwischen 14 und 27 Jahren beteiligt haben. Dabei kam unter anderem heraus, dass sich viele junge Leute an der Mittelmosel durchaus wohlfühlen.
Die Veranstaltung wird von den Themen her offen sein. Open space, heißt das neudeutsch: Zielgerichtet diskutieren, direkter Austausch mit Kommunalpolitikern. Moll und Camilla Müller, die Leiterin des Jugendkulturzentrums, sehen eine große, vielleicht einmalige Chance.
"Die jungen Leute können Ideen und Wünsche einbringen." Und es hört ihnen jemand zu, betonen sie. Deswegen geht die Hoffnung auch dahin, dass sich möglichst viele Leute diese Chance nicht entgehen lassen. Immerhin 50 haben bei der Umfrage angekreuzt, dass sie an einem Forum teilnehmen möchten.
Guido Moll und Camilla Müller haben aber auch eine Bitte an die älteren Kommunalpolitiker. Wirklich zuzuhören und dem Gesprächspartner nicht gleich ihre Sichtweise der Dinge überzustülpen.
"Ich hoffe, dass ganz viele Jugendliche kommen und es eine ordentliche Diskussion gibt", sagt Dino Nagy, Mitglied des Jugendparlaments.
Sein persönlicher Wunsch, mit dem er in die Gespräche geht: Die Freizeitangebote sollten erweitert werden - zum Beispiel in Richtung Kunst, sagt er.Offene Diskussion


Wie gesagt: Die Diskussion ist offen. Es dürften sich, so auch der Tenor der Umfrage, einige Hauptthemen herauskristallisieren: Neben der Freizeitgestaltung sind dies die Bereiche Mobilität, Internetausbau, Ausbildung/Studium und Berufsmöglichkeiten.
Guido Moll kann sich zum Beispiel vorstellen, dass über eine Ausweitung von dualen Ausbildungsgängen (in einem Betrieb und an einer Hochschule) geredet wird.