WAS SAGT DIE STADT?

Zum Thema Hallen-Wunsch hat der TV den Pressesprecher der Stadt, Ulrich Jacoby, befragt. Was ist zu der Idee zu sagen, die Stadt selbst könne ja eine Halle bauen? Ist die Stadt als Ansprechpartner bei diesem Problem sinnvoll?

Ulrich Jacoby: Dem Landkreis ist der Bedarf für eine weitere Sporthalle in Wittlich seit Jahren bekannt. Inwieweit ein Bedarf bei den weiterführenden Schulen in Wittlich besteht, kann nur die Kreisverwaltung beantworten. Hier bringen Resolutionen des Stadtrates wenig, weil der Kreistag die erforderliche Abwägung und Finanzierung beschließen muss. Was wäre aus Sicht der Stadtverwaltung an Schritten nötig? Wäre ein Engagement etwa des Stadtrates von irgendeinem Effekt zum Beispiel beim Kreis?Jacoby: Die Schulen in städtischer Trägerschaft sind alle mit Schulsporthallen ausgestattet, hier gibt es aktuell keinen weiteren Bedarf. Natürlich können wir bei entsprechender Beschlusslage selbst eine Halle bauen. Das haben wir zuletzt bei der Grundschule in Bombogen getan. Dies setzt aber entsprechende finanzielle Spielräume im städtischen Haushalt und Zuschüsse des Landes voraus. Der defizitäre Haushalt der Stadt Wittlich gibt solche Spielräume zurzeit nicht her. Die Kreisverwaltung würde einer Kreditfinanzierung für solch eine "freiwillige Ausgabe", also eine Sporthalle für Vereinnutzungen, sicherlich nicht genehmigen. Inwieweit haben die Vereine über das Sportförderungsgesetz irgendwelche Ansprüche auf eine Halle?Jacoby: Aus dem Sportförderungsgesetz können die Vereine keine direkten Ansprüche auf eine bestimmte Ausstattung mit Hallen ableiten.

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