Was tun mit der 250 000 Euro-Erbschaft?

Was tun mit der 250 000 Euro-Erbschaft?

250 000 Euro hat die Stadt Traben-Trarbach von einer im Jahr 2006 verstorbenen Bürgerin geerbt. Das Geld schlummert noch auf einem Sparkonto und vermehrt sich langsam, aber stetig. Der Stadtrat wird in einer seiner nächsten Sitzungen über die Verwendung des unverhofften Geldsegens beraten.

Traben-Trarbach. Marion Rämsch, geborene Kayser, hinterließ nach ihrem Tod im Jahre 2006 ein Vermögen. Die kinderlose alte Dame, Nachfahrin des bekannten Weinhändlers Julius Kayser, bedachte zahlreiche wohltätige Organisationen wie zum Beispiel die Deutsche Krebshilfe. Auch ihre Heimatstadt Traben-Trarbach sollte von ihrem Ersparten profitieren. Einen Teil des Vermögens vermachte sie daher dem Verein Traben-Trarbach Aktiv (TTA) (der TV berichtete) sowie der Stadt Traben-Trarbach. TTA erhielt 87 500 Euro, die Stadt 250 000 Euro. Die Erbschaft an die Stadt ist an die Bedingung geknüpft, "das Geld für die Erhaltung und Restaurierung von Kunstdenkmälern und denkmalgeschützten Gebäuden im Stadtgebiet" zu verwenden. Ferner hat die Erblasserin bestimmt, dass ihr großzügiges Geschenk an die Stadt nicht zur Minderung staatlicher Förderung führen dürfe, sondern diese ergänzen müsste. Marion Rämsch nennt in ihrem Testament ferner drei Traben-Trarbacher Bürger, mit denen bei der Verwendung der Gelder "Rücksprache" genommen werden müsse. Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus sagte auf TV-Anfrage, dass der Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen über die Verwendung der Erbschaft beraten werde. TTA schafft fünf weitere Glocken an

Pönnighaus: "Wir werden in aller Ruhe beraten und uns von niemand unter Druck setzen lassen." Sie wünsche sich eine möglichst einvernehmliche Entscheidung. Über mögliche Projekte, die von dem Geld finanziert werden, könne sie noch nichts sagen. Allerdings hatte die Stadtchefin in ihrer Haushaltsrede am 18. Dezember vergangenen Jahres angedeutet, dass für erste notwendige Sanierungsarbeiten an der Villa Böcking (Mittelmosel-Museum) die Erbschaft teilweise eingesetzt werden könne. Der Verein Traben-Trarbach Aktiv (TTA) hat unterdessen in Absprache mit der Stadt einen Teil seiner 87 500 Euro-Erbschaft in Projekte investiert. So werden demnächst am Alten Stadtturm in Trarbach weitere fünf Glocken installiert, die das Glockenspiel mit tiefen Tönen aufwerten. Ferner hat TTA kürzlich Wanderwege auf dem Mont Royal herrichten lassen, damit Wanderer trockenen Fußes die Festungsruinen besichtigen können. Als nächstes will TTA den Brunnen vor dem Alten Bahnhof in Traben mit einer Bronzestatue verschönern. Letztlich entscheidet darüber aber die Mitgliederversammlung des Vereins, die Anfang April stattfinden wird. Was soll die Stadt Traben-Trarbach mit dem Geld machen? Schreiben Sie uns. Ihre Zuschrift sollte maximal 30 Zeilen à 30 Anschläge lang sein und bis heute, 14 Uhr, vorliegen. Fax: 06531/963034; Email: mosel-echo@volksfreund.de

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