Wasserhäuschen mit Geschichte

Der Heimatverein Heinzerath ist dabei, den alten Hochbehälter des Dorfes zu sanieren, der von der Lage her wie von seiner Geschichte einen Abstecher lohnt.

 Mit vereinten Kräften will der Heimatverein Heinzerath aus dem alten Wasserhäuschen ein echtes Schmuckstück für den Ort machen. Im Bild Josef Schmitz, Michael Schwarz, Andreas Möger und Ortsvorsteher Friedhelm Schlarp (von links). TV-Foto: Ursula Schmieder

Mit vereinten Kräften will der Heimatverein Heinzerath aus dem alten Wasserhäuschen ein echtes Schmuckstück für den Ort machen. Im Bild Josef Schmitz, Michael Schwarz, Andreas Möger und Ortsvorsteher Friedhelm Schlarp (von links). TV-Foto: Ursula Schmieder

Heinzerath. Wenn es nicht gerade in Strömen regnet, können Wanderer vom Heinzerather Wasserhäuschen aus den Blick bis nach Thalfang und darüber hinaus schweifen lassen. Doch das 1913 errichtete Bauwerk lohnt auch so einen Abstecher. Es ist nämlich kein schmuckloses viereckiges Häuschen, sondern steht mit seinen architektonischen Details für den Stil seiner Epoche.Genau das hat den Heimatverein dazu bewogen, das Gebäude an der Straße Richtung Gonzerath zu sanieren. Seit April wird dort eifrig gewerkelt. Als erstes sind die ehrenamtlichen Handwerker dem Wildwuchs drum herum zu Leibe gerückt. "Das war ja alles zugewachsen", erzählt Michael Schwarz. Es habe ja schon fast keiner mehr genau gewusst, wo das Häuschen steht. Danach haben die Männer den alten Putz abgeklopft. Demnächst wird die Eisentür herausgeputzt, sprich gesandstrahlt. Außerdem wird ein Blech draufgesetzt. Innen drin ist das Häuschen aber so weit in Ordnung.Allein das zeugt von der soliden Handwerksarbeit, die in dem immerhin fast 100 Jahre alten Bauwerk steckt. Doch das in seiner ursprünglichen Funktion längst ausgemusterte Wasserhäuschen ist noch aus einem anderen Grund erhaltenswert. Zeugt es doch von einer Zeit, in der Trinkwasser per Wasserhahn noch nicht selbstverständlich war. Für Heinzerath sei das die erste Wasserversorgung gewesen, weiß Josef Schmitz, der mit Hans-Werner Buhs und Paul Donner viel Zeit am "Bassin" verbringt. Bis dahin hätten die Leute ihr Wasser noch aus dem Brunnen geholt. Ein Grund also, das 1000 Quadratmeter große Areal um den Hochbehälter zu einem Rastplatz mit Tisch und Bänken umzumodeln. Im Spätsommer will der Freiwilligen-Bautrupp mit allem fertig sein. Über die Kosten zerbricht sich derzeit noch keiner den Kopf. Was über die aus dem Ortsbezirksbudget bewilligten 1000 Euro hinausgeht, wird wohl der Heimatverein berappen, der sich daher über Sponsoren freuen würde.