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Wasserschutzpolizei ermittelt gegen Unbekannt

Umwelt : Wasserschutzpolizei ermittelt gegen Unbekannt

Nach der unerlaubten Rodung eines Mosel-Uferstreifens bei Bernkastel-Kues/Andel beginnt die Suche nach der Schadensursache.

„Wir ermitteln wegen zwei strafrechtlicher Tatbestände: Sachbeschädigung und Gefährdung des Schiffsverkehrs“ bestätigt der Chef der Trierer Wasserschutzpolizei, Achim Bartholome. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass im Bernkastel-Kueser Stadtteil Andel auf eine Länge von 400 Metern Bäume und Büsche ohne Genehmigung entfernt worden sind (der TV berichtete).

Daraufhin befasste sich das Trierer Wasserschifffahrtsamt mit dem Fall. Bei der Rodung sei damit zu rechnen gewesen, dass Äste in den Fluss gelangen und damit als Hindernis den Schifffahrtsverkehr gefährden, hieß es. Mathias Münch vom Trierer Wasserschifffahrtsamt weist darauf hin, dass solche Maßnahmen und Arbeiten nur mit Genehmigung seiner Dienststelle erfolgen können.

„Die exakte Schadenshöhe wird erst nächste Woche ermittelt, wenn der Gutachter kommt. Das könnte teuer werden, denn die Aufforstung von gefällten Bäumen sei teurer als deren normale Pflege,“ sagt Münch.

Vor Ort, im Bereich der Einmündung des Goldbachs, sind mehrere Bäume am Ufer gefällt worden, an anderen Bäumen sind große Äste herausgerissen worden. An ihren Stämmen hängen immer noch Fasern und Rindenreste herab, an anderen Bäumen sind die Stämme stark beschädigt.

Der Bernkastel-Kueser Stadtbürgermeister Wolfgang Port war ebenfalls vor Ort, um sich ein Bild vom Schaden zu machen. Port: „Dass das nicht fachgerecht gemacht wurde, erkennt jeder. Der Schaden ist da.“ Jetzt müsse ermittelt werden, so Port.