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Wechsel an der Spitze des Vermessungs- und Katasteramts Westeifel-Mosel

Personen : Wechsel an Spitze des Vermessungs- und Katasteramts Westeifel-Mosel

Frank Mauer beschwört als neuer Chef des Vermessungs- und Katasteramts Westeifel-Mosel die Gemeinschaft der Behördenmitarbeiter.

Wechsel an der Spitze des Vermessungs- und Katasteramts Westeifel-Mosel: der 50 Jahre alte Frank Mauer aus Idar-Oberstein ist neuer Leiter der Behörde mit Sitz an zwei Standorten in Bernkastel-Kues und Daun.

Er ist Nachfolger von Hans-Peter Jünger, der das Amt seit 2013 inne gehabt hat und sich jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Mit den Führungspersonen ändern sich auch die Herausforderungen an die Stelle, wird bei der Rede von Ministerialrat Hermann-Josef Heinz deutlich, der für das Innenministerium den Festakt begleitet. Der bisherige Leiter hatte nach einer Reform das zu seinem Amtsantritt neugebildete Vermessungs- und Katasteramt Westeifel-Mosel zusammenzuführen, das aus den Ämtern Prüm, Daun, Bernkastel-Kues, Trier und Teilen des Amtsgerichts Birkenfeld entstanden war und das sich erst einmal finden musste, sagt Heinz. Dazu seien weitere Herausforderungen gekommen wie die Einführung neuer und erweiterter Organisations- und Arbeitsformen wie die Telearbeit, der intensivierte Einsatz von Informationstechnologie und die Einführung neuer Ausbildungsformen wie das kombinierte Studium. „Heute kann ich feststellen, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann“, sagt Heinz.

Die Reformen hätten die Vermessungs- und Katasterverwaltung fit gemacht für die Zukunft. Als neue Aufgabe für den künftigen Behördenleiter nennt Heinz die Digitalisierung, bei der die Mitarbeiter mitzunehmen seien.

Eine große Herausforderung für die Zukunft sei zudem die Personalknappheit, erläutert der scheidende Behördenleiter Jünger. Nachdem die Mitarbeiteranzahl in den vergangenen sechs Jahren von 160 Mitarbeitern auf 123 geschrumpft sei, wie die Vorsitzende des Personalrats Ute Weber zuvor berichtet hatte, werden sich in den kommenden fünf Jahren weitere 25 Mitarbeiter in den Ruhestand verabschieden, sagt Jünger. „Es geht viel Erfahrung verloren. Ein Ersatz ist schwierig“, sagt er. Dadurch nehme die Belastung der Mitarbeiter immer mehr zu, sagt der ehemalige Behördenleiter, der in Kürze aus familiären Gründen nach Norddeutschland umziehen wird.

Sein Nachfolger Mauer beschwört in seiner Antrittsrede die Gemeinschaft der Mitarbeiter und fordert diese auf, sich gegenseitig zu unterstützen. „Ich habe eine Bitte an alle, die mich begleiten wollen: Lassen Sie uns gemeinsam unsere Potenziale entfalten“, sagt er. Das Kataster- und Vermessungsamt habe eine wichtige Aufgabe, weil es Eigentum entwickelt und bewertet, sagt er. „Wir bieten amtliche Sicherheit.“ Als Ziel nennt Mauer, die Aufgaben der Digitalisierung voranzutreiben, damit die Behörde zeitgemäße Daten zügig liefern kann. Zudem sei es wichtig, die Berufe des Vermessungstechnikers und des Geometrikers bekannter zu machen und Jugendliche für eine Ausbildung zu gewinnen. Dafür reiche die mittlere Reife aus. „Das sind moderne und interessante Berufe, die noch relativ unbekannt sind“, sagt er. 2019 beginnen drei Personen eine Ausbildung, 2020 könnten es sechs an den Standorten Bernkastel-Kues und Daun sein.