Wechsel an der Spitze

ERBESKOPF/THALFANG. Personalwechsel im Hunsrückhaus: Die pädagogische Leiterin des Hunsrückhauses Corinna Albert hat nach sieben Jahren Engagement am Er-beskopf zum Jahresende gekündigt. Um ihre Nachfolge haben sich 115 Kandidaten beworben.

Corinna Albert hat wirklich einen Spitzenjob. Allein deshalb schon, weil ihr Arbeitsplatz am Fuße des Erbeskopfs von der Lage her einer der höchsten in Rheinland-Pfalz sein dürfte. Doch das ist nicht mehr lange der Fall. "Ich habe hier meine Ziele erreicht", erklärt Corinna Albert dem TV, warum sie das Hunsrückhaus auf eigenen Wunsch verlässt. Zu Beginn sei diese Arbeit eine große Herausforderung gewesen. Schließlich kam die pädagogische Leiterin an den Erbeskopf, als das Hunsrückhaus nur auf dem Papier existierte und auch noch niemand genau gewusst habe, was dort entsteht. Mittlerweile ist die Wintersport-, Natur- und Umweltbildungsstätte in der Region Begriff. Jetzt werde es Zeit für eine berufliche und private Neuorientierung, ist die 34-Jährige überzeugt. Einen neuen Arbeitsvertrag hat Albert nach eigener Aussage noch nicht in der Tasche. Ihr schwebt künftig eine Teilselbstständigkeit vor. Doch zunächst wird sie mit der Sanierung eines Altbaus, den sie erworben hat, alle Hände voll zu tun haben. Ihr Vertrag läuft noch bis Ende des Jahres. Das Programm fürs kommende Jahr wird noch ihre Handschrift tragen. 115 Kandidaten haben sich beworben

Bewerbungen für die Stelle eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin für das Hunsrückhaus konnten bis 25. Oktober eingereicht werden. Der Zweckverband Wintersport, Natur- und Umweltbildungsstätte sucht laut Annonce eine "engagierte, zielstrebige, innovative, verantwortungsbewusste Persönlichkeit mit hoher sozialer Kompetenz". Er oder sie soll ein abgeschlossenes Studium vorzugsweise in den Bereichen Tourismus, Geografie oder Kultur- und Veranstaltungsmanagement vorzuweisen haben. Insgesamt haben sich laut Michael Suska von der Verbandsgemeinde Thalfang am Er-beskopf 115 Kandidaten um ihre Nachfolge beworben. Albert habe, was die umweltpädagogischen Projekte angehe, gute Arbeit geleistet, erklärt Klaus Hepp, Tourimus-Chef in der Verbandsgemeinde. Für den Nachfolger oder die Nachfolgerin gelte es jetzt, die Bereiche Sport und Kultur verstärkt ins Visier zu nehmen. Dem Volkssport Wandern solle künftig laut Hepp am Erbeskopf weit mehr Beachtung geschenkt werden. Ähnliches gelte für Nordic Walking und Mountain-Biken. Von der neuen Kraft werden in diesem Bereich mehr Impulse erwartet. Kulturveranstaltungen finden am Erbes-kopf bereits statt. Bislang werden sie vom Thalfanger Rathaus aus gesteuert. Dabei bestehe ein "großer Abstimmungsbedarf", unterstreicht Hepp. Es sei sinnvoller, dies alles in einer Hand zu haben. Erwartet werde von dem oder der Neuen auch, den Bereich von regionalem und überregionalem Marketing für Seminarveranstaltungen zu beleben. Laut Hepp keine "ganz einfache Geschichte, aber sicher machbar". Und noch eine Erwartung wird an Alberts Nachfolger gerichtet: Es sei wünschenswert, dass er seinen Wohnsitz in der Verbandsgemeinde nimmt. Vom Ende der nächsten Woche an sollen Vorstellungsgespräche geführt werden. Bis Ende des Monats wird mit einer Entscheidung des Zweckverbands gerechnet.