1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Wechsel im Forstrevier Hinzerath: Forstamtsrat Rainer-Hubertus Müller geht,

Personalie : Wechsel im Forstrevier

Mit Forstamtsrat Rainer-Hubertus Müller, zuletzt Leiter des Forstreviers Hinzerath im Forstamt Idarwald, geht ein „Urgestein“ der rheinland-pfälzischen Forstbeamten in den Ruhestand.

(red) 37 Jahre und sieben Monate lang leitete Rainer-Hubertus Müller das staatliche Forstrevier Hochscheid beziehungsweise dessen nach mehreren Organisationsreformen folgende „Funktionsuntereinheit“, das Forstrevier Hinzerath.

Der Leiter des Forstamtes Idarwald, Forstdirektor Gerd Womelsdorf, der die längste Zeit im beruflichen Wirken von Müller dessen Vorgesetzter war, verabschiedete den „alten“ Revierleiter im nun Beisein seines Nachfolgers, Forstamtmann Rainer Mettler. Dieser kennt das Revier aus früheren Zeiten als büroleitender Beamter im Forstamt Morbach, als es dieses noch gab.

In dieser langen Zeit wechselte die Zuordnung des betreuten Revieren mit jeder Änderung der Forstorganisation zwischen den Forstämtern Rhaunen, Morbach, Dhronecken und zuletzt Idarwald. Mit 702 Hektar (Holzboden-)Fläche als Forstrevier „Hochscheid“ angefangen, hatte das Revier „Hinzerath“ zum Schluss eine Gesamtbetriebsfläche von fast 2063 Hektar und wurde damit zum größten staatlichen Revier des Forstamtes Idarwald.

Müller begann 1972 mit 17 Jahren seine „grüne“ Berufslaufbahn mit der Einstellung als „Forstlehrling“ im Forstrevier Börfink. Sein fast 48-jähriges Schaffen für Landesforsten führte ihn über viele Stationen (Forstämter und Forstreviere im Hunsrück) im Februar 1983 in das Forstamt Rhaunen, wo er als Leiter des Forstreviers Hochscheid seine forstliche Bestimmung fand. 

Wenn er sich die Wälder heute ansieht, bereiten dem „alten Förster“ insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels, die er in seinem Revier beobachten kann, große Sorgen: Das fängt mit dem Trockenfallen von Waldbächen an, die seiner Erinnerung nach vor 2018/2019 eigentlich nie ohne Wasser waren, und endet mit immensen Kahlflächen, die in den vergangenen drei Jahren als Folge des Befalls der Fichten durch den Borkenkäfer entstanden sind.

 Aller Widrigkeiten zum Trotz hat Rainer-Hubertus Müller stets mit großem Engagement und unermüdlicher Schaffensfreude den ihm anvertrauten Wald gestaltet und gepflegt. Sein Herz galt dabei besonders auch den wildlebenden Tieren in seinem Revier, wobei ihm der Ausgleich zwischen den Lebensrauminteressen der Tiere und den Nutzungsansprüchen des Menschen immer ein besonderes Anliegen war.