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Weg des Friedens, der Begegnung und der Verständigung unter Völkern

Weg des Friedens, der Begegnung und der Verständigung unter Völkern

Eine Gruppe um Initiator Erich Schwind ist ihn bereits gegangen, viele Menschen aller Nationen und Religionen sollen ihn auf den Spuren des großen Theologen und Philosophen Nikolaus von Kues in der Zukunft gehen: den internationalen Cusanus-Pilgerweg, der von Kues an der Mosel bis nach Rom am Tiber führt. 14 Kreuzwegstationen markieren den Weg. Im Hof des St.-Nikolaus-Hospitals wurde mit der Segnung der ersten Station der Pilgerweg offiziell eröffnet.

Bernkastel-Kues. (mbl) Auf Wegen begegnen sich Menschen, auf Wegen gehen sie ein Stück gemeinsam, auf Wegen zu pilgern, lädt zum Nachdenken ein. Entstanden aus der Idee von Erich Schwind, realisiert und installiert mit einer Gruppe Gleichgesinnter, lädt der Pilgerweg ein, sich auf die Spuren des großen Moselaners Nikolaus von Kues zu begeben. (der TV berichtete mehrfach). Der Pilgerweg, der von 14 Kreuzwegstationen gesäumt und dessen Zeichen der rote Krebs des Cusanus sein wird, startet am St.-Nikolaus-Hospital, wo das Herz des Cusanus ruht und endet vor Rom, wo sein Leib in der Kirche San Piedro di vincoli begraben liegt.

Der ehemalige Polizeipfarrer Wigbert Straßburger eröffnete mit einer Messe in der Stiftskapelle und der Segnung der ersten Station den neuen Pilgerweg. "Möge er ein Weg der Begegnung, der Verständigung und des Friedens unter den Völkern sein", betonte Erich Schwind. Elke Leonhard überbrachte die Grüße von Ministerpräsident Kurt Beck, der Schwind und seiner Pilgergruppe sein Kompliment und seinen Respekt aussprach. "Sie haben etwas Bedeutendes in Bewegung gebracht", sagte Leonhard. "Ich hoffe, dass Ihr Funke weitergetragen wird und wünsche, dass viele Menschen ein Stück des Weges gehen und diese Bewegung weitergeben." "Ich habe immer an die Cusanus-Rompilger und ihr großartige Idee geglaubt", versicherte Stadtbürgermeister Wolfgang Port. Wir leben in einer Zeit, wo die Menschen wieder Wege suchen - zu anderen und zu sich selbst, betonte Port. Diese Form der Begegnung sei sicher eine gute Möglichkeit, den großen Sohn der Stadt, auf dessen Spuren sich der Cusanus-Pilgerweg bewege, den Menschen näher zu bringen", unterstrich Port. Das Vermächtnis von Nikolaus von Kues, sein Denken und Handeln, das seiner Zeit weit voraus gewesen sei, stehe nicht nur Gelehrten offen, sondern sei auch für die Menschen von heute in vielen Bereichen anwendbar.

"Eine Super-Idee, die eine kleine engagierte Gruppe mit diesem Projekt verwirklicht hat", lobt Gaby Braband. "Ich werde den Weg sicher einmal stückweise gehen", versichert die gebürtige Kueserin.

Infos im Internet unter www.bernkastel.de/cusanuspilger oder pilger-weg.de/wege/cusanuspilgerweg/index.de