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Weg zur Grüngutannahmestelle ist in einem schlechten Zustand

Grüngut : Es holpert und rumpelt auf dem Weg zur Annahmestelle

Wittlicher Bürger beschweren sich über den schlechten Zustand des Weges zur Grüngutannahmestelle im Stadtteil Bombogen. Doch die Sachlage ist nicht so einfach.

Rasenschnitt, abgesägte Äste, ausgegrabene Sträucher und Hecken: Von Zeit zu Zeit müssen viele Wittlicher, die etwas Grün vor dem Haus haben oder einen eigenen Garten, den Weg zur Grüngutannahmestelle  in den Stadtteil Bombogen antreten, um dort ihre die Gartenabfälle zu entsorgen.

Doch der knapp 200 Meter lange Wirtschaftsweg, der von der Bombogener Ortsdurchfahrt zur Annahmestelle führt, ist ziemlich holperig. Der schlechte Zustand der Straße bringt einige Bürger auf die Palme. „Wenn man viel geladen und den Kofferraum voll hat“, sagt ein Rentner, der dort an einem Aprilnachmittag mehrere Eimer mit Gartenabfällen entsorgt, „dann rumpelt es noch mehr.“

Und wenn es regne und der Weg matschig sei, dann müsse man danach auch noch direkt mit dem Wagen in die Waschanlage fahren, meint der Senior. „Der Zustand des Weges könnte besser sein.“

Aktuell ist er sogar in einem relativ guten Zustand, weil Mitarbeiter der Stadt, die dort beinahe täglich Abfall von den städtischen Grünflächen abliefern, den unbefestigten Weg mit frischem Splitt ausgebessert haben. Das hilft zwar nicht gegen die Bodenwellen und Hubbel, repariert aber für eine gewisse Zeit die Schlaglöcher und verhindert, dass sich die Zufahrt nach dem Regen in eine Matschpiste verwandelt. „Aber es nutzt nichts, wenn die Stadt den Weg nur ein mal im Jahr etwas ausbessert“, sagt Landwirt Christoph Zelder, der die Sammelstelle in Wittlich-Bombogen im Auftrag des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) betreibt.

Er habe alle Mühe, sagt Zelder, die Wege auf dem Platz zwischen den Ablagestellen sauber zu halten. „Es wird viel Zeug auf die Wege gezogen und wenn es regnet, entsteht Matsch.“ Er werde aber jetzt wieder 3000 bis 4000 Euro investieren, sagt Zelder, um den Platz auszubessern. Die Zufahrt sei jedoch im Eigentum der Stadt Wittlich und deshalb sei die Stadtverwaltung für den Zustand der Straße verantwortlich.

Der TV hat die Verwaltung um eine Stellungnahme gebeten und gefragt, warum der knapp 200 meter lange Wirtschaftsweg nicht mit einer Asphaltschicht befestigt werden kann. Doch die Antwort der Stadtverwaltung wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.

Stadt „Die Zuwegung zur Grüngutannahmestelle in Bombogen befindet sich lediglich hälftig in städtischem Eigentum“, erklärt Pressesprecher Rainer Stöckicht. Da die Stadt zudem nicht Betreiber der Annahmestelle sei, liege auch keine Verpflichtung für den Ausbau eines Weges vor. „Der Weg wird von der Stadt dennoch entsprechend der Witterung zwei- bis dreimal im Jahr mit Schotter ausgebessert, zuletzt Anfang April.“ Der Weg sei gefahrlos befahrbar“, sagt Stöckicht. Aus Sicht der Stadt gebe es keinen weiteren Handlungsbedarf.

Eigentum Wem gehört denn nun die andere Hälfte des Wirtschaftsweges und wer sollte ihn ausbessern? Die Stadt und der Landwirt scheinen sich in diesem Punkt noch nicht einig zu sein. Wie Zelder erklärt, werde das auf dem Katasteramt zu klären sein, bislang habe sich die Stadt jedoch um Reparaturen an dem Wirtschaftsweg gekümmert.

A.R.T. Was sagt der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.), der schließlich für die Abfallentsorgung im Kreis Bernkastel-Wittlich zuständig ist dazu, dass Kunden in Wittlich Probleme dabei haben, die Sammelstelle anzufahren? Ist das Problem dort bekannt?

 „Dem Zweckverband sind in jüngster Vergangenheit keine Beschwerden über die Zuwegung bekannt“, erklärt die Pressestelle. Die Stadt Wittlich „als Straßenbaulastträger“ sei allerdings über den Zustand der Zuwegung informiert worden und habe mit der Ausbesserung der Straße durch Splitt bereits reagiert.