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Wegekapelle zwischen Arenrath und Niersbach wurde saniert.

Glaube : Schmuckstück als Grund zum Feiern

Zwei Seniorinnen kümmern sich um eine Wegekapelle zwischen Arenrath und Niersbach. An diesem Samstag findet um 14 Uhr eine Andacht statt.

Die Geschwister Tilli und Resi Müller kümmern sich seit  mehr als 30 Jahre  um die Wegekapelle zwischen Arenrath und Niersbach. Sie hegen und pflegen sie mit sehr viel Engagement. In die Jahre gekommen, hatte die Kapelle dringend eine Restaurierung nötig. Das Vorhaben erschien zunächst schwierig: Zu aufwendig, zu teuer – ein Abriss mit der Freilegung des Kreuzes war auch schon in der Diskussion. Daher war die Freude  groß, als die Brüder Manuel und Christian Müller sich dem Projekt im Ehrenamt annahmen. Mit fachmännischer Unterstützung von Konrad Stolz aus Eckfeld haben sie in  zahlreichen Stunden gute Arbeit geleistet. So wurde das Heiligenhäuschen von außen grunderneuert. Ein neugestalteter Zugang sowie eine schöne Sitzbank laden zum Verweilen und zur inneren Einkehr ein. Der letzte Feinschliff im Inneren machte die Firma Freis.

 Erbaut wurde die Wegekapelle im Jahr 1894 von Johannes Müllers aus Niersbach. Damals umschloss es das Sandsteinkreuz von 1695, eines von den sieben Kreuzen, die es in früheren Zeiten oberhalb von Arenrath gab. Ende der 1990er Jahre ist das Bauwerk von ehrenamtlichen Helfern, vor allem von Robert Frank, Hermann und Frank Linden, renoviert und trockengelegt worden.

Bei der Renovierung konnte auch das Dach erneuert werden, ermöglicht wurde dies durch eine Spende des in Südamerika lebenden, mittlerweile verstorbenen Theologieprofessor Bernhard Niessen, der stark mit Niersbach verbunden war. Den Innenraum ziert eine Fatima-Muttergottesstatue, umrahmt von der Figur des Jesusknaben und des Heiligen Josef.

„Im Zweiten Weltkrieg war das Heiligenhäuschen eine große Sache für die Arenrather,“ berichten Tilli und Resi Müller, beide gebürtige Arenratherinnen und beide über 90 Jahre alt. „Da sind die Leute oft beten gegangen, und ihnen wurde geholfen!“

Heute zieht es eher Einzelpilger an, die besonders bei bevorstehenden Operationen für einen erfolgreichen Verlauf des Eingriffs beten. Und auch heute noch lassen viele eine Kerze da, um diese in ihren Anliegen brennen zu lassen.