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Wegen Corona: Kreis Bernkastel-Wittlich verzichtet auf Kita-Beiträge

Erziehung in der Pandemie : Kita und Hort: Eltern werden Beiträge teilweise erlassen

Wegen des coronabedingten Lockdowns von Dezember bis März hatten viele Kitas nur eine Notbetreuung. Darauf hat der Kreis nun reagiert, zugunsten der Eltern.

Zweieinhalb Monate weniger zahlen: Wie der Kreistag in seiner Sitzung am Montag beschlossen hat, verzichtet der Kreis für Januar, Februar und den halben März auf die Beiträge, die die Eltern  für Kinder unter zwei Jahren, sogenannte Krippenkinder, zahlen müssen sowie auf Beiträge, die  für Schulkinder bezahlt werden müssen, die eine Kindertagesstätte besuchen (Hort), wenn diese keine Betreuung in Anspruch genommen haben.

Der Grund dafür ist, dass wegen der Corona-Verordnungen die Kitas von Mitte Dezember bis Mitte März nur eingeschränkt geöffnet waren.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Kreis im Juni beschlossen, teilweise  auf die Beiträge für Krippenkinder unter zwei Jahren, für Schulkinder, die den Hort einer Kita besuchen, und für Kinder, die in einer Tagespflege betreut werden, zu verzichten. Kinder, die nur anteilig die Einrichtung besuchen, zum Beispiel an drei von fünf Tagen, zahlten auch nur anteilig.

Laut Beschlussvorlage des Kreistags besuchten Anfang 2021 rund 60 Kinder unter zwei Jahren eine Kindertagesstätte (insgesamt angemeldete Kinder). 15 Kinder seien aufgrund geringen Einkommens vom Beitrag befreit. Bei den etwa 45 beitragspflichtigen Kindern betrugen die Elternbeiträge insgesamt rund 16 000 Euro monatlich. Inwieweit sich die jetzt getroffene Entscheidung für die Monate Januar bis Mitte März  finanziell auswirke, könne noch nicht abschließend beurteilt werden. Die Entscheidung fiel einstimmig.