Wegweiser für Flüchtlinge

Flüchtlinge müssen in Deutschland vieles lernen. Auch dem hiesigen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt stehen viele Ausländer hilflos gegenüber. Inzwischen gibt es Beschäftigungspiloten, die ihnen unter die Arme greifen.

Eine möglichst zügige Vermittlung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist mit eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration in die deutsche Gesellschaft. Daher gibt es inzwischen in Rheinland-Pfalz flächendeckend Beschäftigungspiloten für Flüchtlinge.

Das Land Rheinland-Pfalz und die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich werden sich gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Trier und dem Projektträger, dem Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ) Wittlich, um die Integration von Flüchtlingen für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt innerhalb des Kreises bemühen. Im Landkreis übernehmen Josef Steffens und Dirk Weber vom ÜAZ die Funktion des Beschäftigungspiloten.

Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Europäischen Sozialfonds. Mit im Boot sind das Land Rheinland-Pfalz, die Agentur für Arbeit Trier und die Kreisverwaltung. Während des Asylverfahrens haben Ausländer in der Regel einen beschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt. In diesem Zeitraum können jedoch bereits erste Schritte für eine Integration eingeleitet werden.

Zur Zielgruppe gehören erwerbsfähige Flüchtlinge, die bereits die Aufnahmeeinrichtungen des Landes (AfA) verlassen haben und über schulische oder berufliche Qualifikationen verfügen. Die Beschäftigungspiloten sollen vor allem Menschen ansprechen, die noch keinen Zugang zu den Angeboten der Agentur für Arbeit Trier haben.

Sie werden die Flüchtlinge direkt am jeweiligen Wohnort oder den Angeboten der Flüchtlingshilfe aufsuchen und mit den bestehenden Netzwerken zusammenarbeiten. Die Aufgaben bestehen unter anderem darin, den erwerbsfähigen Asylsuchenden Informationen über den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Dies ist wichtig, da die Arbeitsmarktsituation, die Qualifikationsanforderungen sowie die arbeits- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in den Heimatländern der Flüchtlinge oftmals nicht mit den Rahmenbedingungen in Deutschland vergleichbar sind. Weiterhin haben die Beschäftigungspiloten die Aufgabe, die Kompetenzen der Asylsuchenden festzuhalten. Die Agentur für Arbeit übernimmt dann mit deren Unterstützung die Beratungs- und Vermittlungsarbeit. red

Gruppen und Einrichtungen, die das Angebot der Beschäftigungspiloten nutzen wollen, können sich an Josef Steffens und Dirk Weber wenden unter Telefon 06571/97870, per E-Mail an
info@ueaz-wittlich.de