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Verkehr: Wehlen wird zum Nadelöhr

Verkehr : Wehlen wird zum Nadelöhr

Wegen der Sanierung der L 47 zwischen Zeltinger Kreisel und Wehlen fließt der Verkehr aus Richtung Traben-Trarbach in Richtung Kues wohl vom 11. Juni an über die Brücke des Ortes.

In und um Bernkastel-Kues wird in den kommenden Jahren einiges auf und mit den Straßen passieren. Projekte wie der Einbau eines Fluchtschachts in den Burgbergtunnel und die Sanierung der Cusanusstraße, der Hauptverkehrsader der Stadt, werden Jahre in Anspruch nehmen. Weniger lange wird das Vorhaben dauern, das voraussichtlich am Montag, 11. Juni, in Angriff genommen wird. Nach Auskunft des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Trier beginnt dann die Sanierung der L 47 zwischen dem Kreisel an der Zeltinger Brücke und Wehlen.

Die Straße weise starke Risse und so genannte Verdrückungen auf, teilt Peter Braun von der Fachgruppe Bau des LBM mit. Die Arbeiten sollen vier Wochen, bis einschließlich 6. Juli, dauern. In dieser Zeit werde die Strecke für alle Fahrzeuge gesperrt.

Dies bedeutet: Der aus Richtung Wittlich über  die B 50  kommende Verkehr und die Fahrzeuge aus Richtung Ürzig/Traben-Trarbach werden durch den Ortsteil Zeltingen über die B 53 zur Wehlener Brücke umgeleitet. Von dort geht es weiter in Richtung Kues.

Dies bedeutet weiter: Der seit dem Bau der Umgehungsstraße enlastete Stadtteil Wehlen wird für vier Wochen zumindest zum Teil wieder zu einem Nadelöhr. Denn viele Lastwagen werden diesen Weg nehmen, um zum Beispiel zu den Kellereien in Kues und zu den Einkaufsmärkten zu gelangen. Ortsvorsteherin Gertrud Weydert befürchtet, dass es speziell in der Kurve in der Ortsmitte, Ecke Hauptstraße/Brückenstraße, zum Begegnungsverkehr der unangenehmen Art kommen könnte.

Es ist zwar nicht auszuschließen, dass Fahrzeuge auch auf der rechten Moselseite blieben, um nach Bernkastel-Kues zu kommen. Bei den Lastwagen sei das aber nicht gewollt, sagt Axel Schmitt, Leiter des Ordnungsamtes der Verbandsgemeinde. Ein Transit über die stark frequentierte Bernkastel-Kueser Brücke sei nicht wünschenswert.

Für die Zeit der Arbeiten gelte in der  Wehlener Hauptstraße und in der Brückenstraße ein absolutes Halteverbot. „Damit soll gewährleistet werden, dass insbesondere der Schwerlastverkehr den Ort zügig ohne Stau durchfahren kann und die Belastung der Anwohner so gering wie möglich ist“, sagt Schmitt. Außerdem werde der gesamte Bereich permanent überwacht, kündigt er an. „Dann können wir auf eventuelle Missstände direkt reagieren“, sagt Schmitt.

„Jeder muss in so einer Situation Abstriche machen“, sagt Gertrud Weydert. Sie hätte sich aber gewünscht, dass der Verkehrsfluss und die möglichen Ausweichstrecken etwas besser verteilt würden. Sie stehe deshalb auch weiter in Kontakt mit dem LBM. „Wir sind den Schwerlastverkehr einfach nicht mehr gewöhnt“, sagt die Wehlener Ortsvorsteherin.