Weihnachtsmarkt Bernkastel-Kues: Und die Eisbahn kommt doch

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Erneut gibt es um diese zusätzliche Attraktion während des Bernkastel-Kueser Weihnachtsmarktes Irritationen. Viele Bürger wundern sich auch über die geänderten Öffnungszeiten.

Kommt die Eisbahn oder kommt sie nicht? Diese Frage beschäftigte im vergangenen Jahr kurz vor Eröffnung des Bernkastel-Kueser Weihnachtsmarktes die Bürger der Moselstadt. Die gleiche Frage stellen sie sich diesmal wieder. Und die Antwort lautet ebenso wie 2018: Ja, sie kommt.

Doch warum erneut diese Unsicherheit, und warum ist die Eisbahn im aktuellen Flyer des Werbekreises nicht aufgeführt. Offenbar gab und gibt es Kommunikationsschwierigkeiten zwischen dem Werbekreis als Veranstalter des Weihnachtsmarktes und dem Betreiber der Eisbahn, der Bahnhof Cues GmbH, die das Restaurant Brauhaus in dem ehemaligen Bahnhof betreibt.

Werbekreisvorsitzender Frank Hoffmann konnte Mitte dieser Woche jedenfalls noch nicht sagen, ob diese zusätzliche Attraktion zum weit über die Region bekannten Weihnachtsmarkt stattfindet. Hoffmann: „Das ist Sache des Brauhauses.“

Dessen Betriebsleiterin Semra Kara ist irritiert. „Seit Mitte/Ende September ist doch klar, dass wir es diesmal wieder machen. Es gab doch Gespräche mit Vertretern des Werbekreises.“

Fest steht: Die Eisbahn wird aufgebaut, und sie ist geöffnet vom 25. November bis 12. Januar. Der Weihnachtsmarkt 2019 findet vom 22. November bis 22. Dezember statt. Wie schon in den Jahren 2015, 2016 und 2017 wird das Brauhaus in Kues die 25 mal 15 Meter große Natur-Eisbahn betreiben.

Im vergangenen Jahr war das Brauhaus aus Kostengründen ausgestiegen, der Werbekreis hatte daraufhin kurzfristig entschieden, selbst die Eisbahn fortzuführen. Der Standort wechselte vom Forumsplatz neben dem Brauhaus in Kues auf die andere Moselseite unterhalb der Brücke. Doch der Werbekreis schrieb mit der Eisbahn, die mit Miete, Personal, und dem enormen Energieaufwand rund 70 000 Euro kostet, tiefrote Zahlen. Das Minus lag nach Angaben Hoffmanns bei 28 000 Euro – Geld, das in der Vereinskasse fehlt, um die Qualität und Attraktivität des Weihnachtsmarktes zu steigern.

Jetzt wagt also erneut das Brauhaus die große Investition. Betriebsleiterin Semra Kara: „Wir wollen eine zusätzliche Attraktion für den Weihnachtsmarkt schaffen, aber natürlich hoffen wir auch auf mehr Gäste für unser Restaurant.“

Diesmal könnte sich die Investition auch eher rechnen, denn das Brauhaus wird die Glühwein- und Essensstände neben der Eisbahn selbst betreiben. Einnahmen kommen auch von Sponsoren rein, die auf der großen LED-Leinwand und auf den Banden rund um die Schlittschuhbahn für sich werben können.

Die Eisbahn kommt also doch, obwohl sie bislang im Programm des Werbekreises nicht vermerkt ist, allerdings wundern sich nicht wenige Bernkastel-Kueser über die geänderten, sprich kürzeren Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes. Denn laut Programm sind die Stände von montags bis donnerstags von 11 bis 18 Uhr, freitags und sonntags von 11 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 21 geöffnet.

Bislang waren montags bis donnerstags die Stände eine Stunde länger, also bis 19 Uhr geöffnet. Der Werbekreis hat diese neue Regelung in Absprache mit den Standbetreibern getroffenen. Hoffmann: „Es handelt sich um die Kernzeiten, an denen die Stände auf jeden Fall offen sein müssen. Es gab aber schon die Jahre zuvor immer wieder einige Standbetreiber, die etwas früher Schluss machten, weil es sich nicht mehr lohnte. Es ist natürlich jedem freigestellt, länger zu öffnen.“

Ein Problem für Standbetreiber, die Fremdpersonal beschäftigen, sei das Arbeitszeitgesetz, das die höchstzulässige tägliche Arbeitszeit begrenzt.

Hoffmann weist allerdings darauf hin, dass die Glühwein- und Essensstände auf dem Karlsbaderplatz von montags bis donnerstags auf jeden Fall bis 19 Uhr geöffnet seien. Dort verkauft der Werbekreis Glühwein, der dem Verein die mit Abstand meisten Einnahmen bringt.