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Weihnachtsmarkt Traben-Trarbach: Preise beim Wein-Nachts-Markt

Fotos : Mosel-Wein-Nachts-Markt in Traben-Trarbach: Wie viel kosten Glühwein, Würstchen & Co.?

Noch bis zum ersten Januar können Besucher in den Kellern der Stadt gemeinsam essen und trinken sowie Kunsthandwerk, Kulinarisches und viele weitere Kleinigkeiten kaufen. Was gibt es dort zu entdecken?

Ein Freitagabend, Anfang Dezember. Es ist kalt und ungemütlich nass draußen. Schon den ganzen Tag hat es immer wieder geregnet. Kein gutes Wetter für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, könnte man meinen. Doch für den Mosel-Wein-Nachts-Markt in Traben-Trarbach ist das egal. Denn der findet schließlich hauptsächlich in den Kellern unter der Stadt statt.

So viel kosten Glühwein und Kinderpunsch auf dem Mosel-Wein-Nachts-Markt

Dort ist es nicht nur trocken, sondern auch angenehm warm. Wer trotzdem noch friert oder einfach Lust darauf hat, findet aber viele Gelegenheiten, sich ein heißes Getränk zu kaufen. Glühwein zum Beispiel. Der kostet meistens vier Euro pro Tasse, Pfand kommt noch dazu. Aber auch Glühgin gibt es an manchen Ständen, meistens für fünf Euro. Wer es alkoholfrei mag, bekommt Kinderpunsch, der kostet meistens zwischen 2,50 und drei Euro. Es gibt aber natürlich auch genug Kaltes zu trinken, zum Beispiel Sekt (ab circa 2,50 Euro) oder diverse Weine (ab circa fünf Euro).

Das sagen die Händler zum Weihnachtsmarkt in Traben-Trarbach

Ihre Getränke holen sich die Besucher zum Beispiel am Stand von Bernd Thomas, der das gleichnamige Weingut in Traben-Trarbach betreibt. Auch bei ihm steht unter anderem Glühwein auf der Karte, für vier Euro. Das ist ein Euro mehr als sonst – aufgrund der bekannten Umstände mit Inflation und Energiekrise, erklärt er. Große Beschwerden darüber gebe es nicht, vor allem nicht von Gästen, die von außerhalb sind. „Wenn da jemand aus Köln kommt, der ist es sowieso gewohnt, sechs Euro oder so für den Glühwein zu bezahlen“, sagt Bernd Thomas.

Bei ihm am Stand ist viel Betrieb. „Wir haben gut zu tun“, berichtet er. Trotzdem beobachtet Thomas auch, dass der Besucherandrang zurückhaltender ist als vor der Corona-Pandemie. Er vermutet, dass weniger Reisebusse kommen als in den Jahren zuvor. „Ich glaube, die brauchen nochmal ein Jahr, um zu gucken, was in welcher Form wirklich stattfindet“, sagt er. Nichtsdestotrotz: „Wir sind froh, dass wieder etwas ist!“

Auch viele andere Aussteller berichten, dass der Andrang bisher geringer ist als in den Jahren vor Corona. Zum Beispiel Hans-Peter Riemann von Blumen André in Traben-Trarbach, der verschiedene Dekorationsartikel verkauft und von Anfang an beim Mosel-Wein-Nachts-Markt dabei war. Er schränkt aber ein: „Wir hatten 2018 und 2019 auch ganz hohe Zahlen. Für einen Neustart bin ich bisher zufrieden!“

Auch bei Sigrid Wagner am Stand neben ihm läuft es bisher eher verhalten. Sie ist, im Gegensatz zu Riemann, weit gereist: Die Goldschmiedin ist in diesem Jahr zum vierten Mal von München an die Mosel gekommen, um dort ihren Schmuck zu verkaufen. Den Stand hat sie von einer Freundin übernommen.

Nicht ganz so weit zum Mosel-Wein-Nachts-Markt hatte es Silvia Schönhaus aus Bad Bertrich. Sie bietet in einer Nische eines anderen Kellers Bonbons, Likör sowie andere kleine Geschenkartikel an und ist dieses Jahr zum ersten Mal in Traben-Trarbach mit dabei. „Ich bin zufrieden und es ist wirklich schön hier“, sagt sie und lächelt fröhlich. Dann bietet sie den nächsten Kunden, die zu ihr an den Stand kommen, etwas zu probieren an.

Viele Essensmöglichkeiten und eine Eislaufbahn

Zu essen gibt es auf dem Mosel-Wein-Nachts-Markt aber natürlich nicht nur Kostproben. In den Kellern und auch an Ständen über der Erde in der Stadt werden viele verschiedene Speisen zubereitet. Bratwurst im Brötchen zum Beispiel gibt es ab etwa 3,50 Euro, eine Currywurst ab vier Euro und Pommes ab drei Euro. Aber auch Flammkuchen wird an mehreren Ständen gebacken, den gibt es je nach Belag ab etwa acht Euro. Süßes darf ebenfalls nicht fehlen, zum Beispiel Crêpes für ab etwa drei Euro.

Das ist nur eine kleine Auswahl von Speisen, die auf dem Mosel-Wein-Nachts-Markt angeboten werden. Schließlich erstreckt er sich über acht Keller. Wer nicht nur essen, trinken und einkaufen will, sondern auch Bewegung braucht, kann zudem auf der Schlittschuhbahn seine Runden ziehen. Die ist übrigens eine Kunststoffbahn und deshalb laut der Stadt energiesparend.

An diesem Freitagabend gegen halb sieben sind auf dem Eis nicht so viele Menschen unterwegs. Die meisten eilen schnell von Keller zu Keller. „Wo gehen wir als Nächstes hin?“, ist einer der Sätze, der am häufigsten fällt, gefolgt von „Wo waren wir noch nicht?“. Bei der Orientierung helfen Wegweiser, die einen Rundweg ausschildern und zu den Kellern zeigen.

Ihnen folgen die Besucher, die auch später am Abend noch in Richtung des Mosel-Wein-Nachts-Marktes streben. Nur wenige machen sich schon wieder auf den Heimweg, aus den gemütlichen Kellern hinaus in die Kälte zurück zum Parkplatz. Im Auto ist es warm. Die Straßen sind frei. Und dann, auf den Höhen über Traben-Trarbach, fallen sogar ein paar Schneeflocken vom Himmel.

Der Mosel-Wein-Nachts-Markt hat von 18. November bis 18. Dezember Freitag bis Sonntag von 11 bis 21 Uhr geöffnet, vom 26. Dezember bis 1. Januar 2023 täglich von 11 bis 21 Uhr. Am 31. Dezember 2022 ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Vom 19. bis 25. Dezember ist der Weihnachtsmarkt geschlossen. Weitere Informationen gibt es hier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Mosel-Wein-Nachts-Markt Traben-Trarbach