"Wein ist lebendig und reift"

WEHLEN. (red) Noch nie zuvor wurden so viele neue Mitglieder in die Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer aufgenommen wie in diesem Jahr. Im feierlichen Rahmen anlässlich des Bruderschaftstages traten jetzt 34 Weinschwestern und -brüder der Bruderschaft bei.

"Es war eine spontane Entscheidung", sagte Norbert Schindler in seiner Ansprache beim 39. Bruderschaftstag. Schließlich hätten die Winzer durch die gute Imagepflege der Mosel international zu allerhöchstem Ansehen verholfen. Norbert Schindler, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, ist eines der 34 neuen der jetzt 324 Mitglieder zählenden Weinbruderschaft. "Ich fühle mich sehr der Mosel verbunden", gab der Pfälzer zu. "Noch nie konnten wir seit der Existenz der Weinbruderschaft so viele neue Mitglieder aufnehmen", freute sich Zeremonienmeister Dieter Schlagkamp. "Das dokumentiert deutlich die steigende Attraktivität unserer Bruderschaft", fügte Secretarius Helmut Orth hinzu. Die Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer ist deutschlandweit die einzige, in die auch Weinschwestern als Mitglieder aufgenommen werden. Auch Gebietsweinkönigin Anne Clemens war beim Weinbruderschaftstag. "Ich freue mich, dass sich die Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer für das Weltkulturerbe Mosel einsetzt", sagte sie. Eines der Ziele der Bruderschaft ist es, das Moseltal mit seinen Steillagen in seiner Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität in die Liste der Unesco-Welterbestätten aufnehmen zu lassen. Bei den Regularien gab es einen Jahresrückblick sowie den Kassenbericht. Den Bericht über das aktuelle Weinjahr hielt Kellermeister Martin Schömann. Zudem lud er die Gäste zu einer Weinprobe der letzten vier Jahrzehnte ein. "Wein ist lebendig, entwickelt sich und reift", prophezeite er, und er sollte Recht behalten. Verwöhnt wurden die Teilnehmenden auch beim Abendessen im Barocksaal des Klosters Machern mit einem Vier-Gänge-Menü. Zu jedem Gang wurden korrespondierende Weine gereicht.