Weingenuss im Burgkeller

Mit zwei vielversprechenden Interessenten in der Hinterhand rechnet sich Dhronecken gute Chancen aus, vielleicht schon bald mit der Sanierung des Burggewölbekellers beginnen zu können.

Dhronecken. Burgherren haben ihr Päckchen zu tragen. Ein solches Gebäude dauerhaft in Schuss zu halten, kostet schon eine Stange Geld. Die Gemeinde Dhronecken, seit 1986 Mieter der örtlichen Burg, einer Liegenschaft des Landes, weiß davon ein Lied zu singen. Umso größer ist daher derzeit die Freude, dass sich zwei Interessenten gemeldet haben, die einzelne Räumlichkeiten künftig regelmäßig nutzen möchten. Laut Ortsbürgermeister Detlef Jochem sollen in den historischen Mauern zum Beispiel Weinseminare stattfinden oder auch Verköstigungen und Weinproben. Bei einem der Interessenten handele es sich um ein Unternehmen der Thomas-Cook- Gruppe, das schriftlich angefragt habe, ob die Möglichkeit regelmäßiger wöchentlicher Anmietungen bestehe. Die Gesellschaft denke daran, in Kooperation mit einem Weingut von der Mosel den Gewölbekeller für Weinproben zu nutzen.Mit einem solchem Untermieter in der Hinterhand hofft die Gemeinde daher auf grünes Licht für die schon länger geplante Sanierung des Burgkellers. Bisher hatte der Kreis der dafür benötigten Aufnahme eines Kredits nicht zugestimmt. Ein entsprechender Antrag war im vorigen Jahr mit Nein beschieden worden. Da die Gemeinden in diesem Zusammenhang stets angehalten werden, sich um eine Verbesserung ihrer Einnahmesituation zu bemühen, ist Jochem aber zuversichtlich, dass die Sanierung nun angepackt werden kann. Um keine - im wahrsten Sinne des Wortes - kostbare Zeit zu verlieren, hat der Gemeinderat daher vorab die Auftragsvergaben beschlossen. Allerdings vorbehaltlich der erhofften Kreditbewilligung. "Wenn wir dieses Jahr wider Erwarten erneut keine Genehmigung bekommen, können wir nicht renovieren", sagt Jochem. Die Anfragen müssten dann natürlich abschlägig beschieden werden. Andererseits sieht er die große Chance, den renovierten Keller in der zweiten Jahreshälfte vielleicht noch häufig vermieten zu können.Kachelofen soll in Stand gesetzt werden

Dass es gelungen ist, die Kosten von grob kalkulierten 30 000 Euro auf 21 000 Euro zu drücken, dürfte sich seiner Einschätzung nach zusätzlich positiv auswirken. Vorgesehen für diesen Betrag ist in erster Linie die Sanierung der Wand- und Deckenflächen, was allein rund 11 000 Euro kosten wird. Für weitere 3600 Euro soll der installierte Kachelofen in Stand gesetzt werden. Der Brenneinsatz sei noch in gutem Zustand, so Jochem. Daher mache dies nach Ansicht von Fachleuten Sinn. Zumal der Ofen eine gute Ergänzung der beiden vorhandenen Elektroöfen sei, die aber auch ersetzt werden sollen. An den Anschaffungskosten wolle sich jedoch der Stromversorger beteiligen. Die Möblierung mit Tischen und Stühlen für 40 Personen wird zudem schätzungsweise 5400 Euro kosten. Jochem bezeichnet diesen Betrag aber als "maximale Obergrenze". Hinzu kommen etwa 1000 Euro für diverse kleinere Arbeiten wie den Anstrich des Tores.