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Weingenuss: Kann man Schorle eigentlich trinken?

Auslese : Schorle? Nicht mit mir!

Ja, es wir haben bereits hochsommerliche Temperaturen – von manchen Regen- und Gewittertagen abgesehen – und ja, auch im Sommer kann man Wein natürlich ganz wunderbar genießen. Gerade leichtere, feinherbe Rieslinge mit etwas niedrigerem Alkoholgehalt oder auch feine Roséweine sind im Sommer eine wahre Freude.

Man kann sie zum gemütlichen Feierabend auf der Terrasse trinken oder auch als Begleiter zu Gegrilltem.

Und natürlich ist man im Sommer durstiger als im Winter. Trinkt man im Winter ein, zwei Gläser am Abend, so könnten es im Sommer bei tropischen Temperaturen gerne drei, vier, fünf Gläser sein. Aber halt! So sehr soll der Wein nun doch nicht in den Kopf steigen – schließlich will man am nächsten Tag auch wieder früh aufstehen können. Und in solchen Situationen wird dann immer wieder gerne das alte Patent-Rezept für Weingenuss bei Hoch-Temperaturen herausgekramt: Die Weinschorle, bestehend aus Wein und Wasser oder Sprudel zu gleichen Teilen.

„Peppig aufgemacht“ – vielleicht mit einem Minzblättchen? – soll sie eigentlich mit allen möglichen Weißweinsorten machbar sein. Der Alkohol wird verdünnt und man kann beim 50/50-Verhältnis eben doppelt soviel trinken wie zu vor.

Aber nicht mit mir! Dafür ist mir der Wein schlicht und ergreifend zu schade. Die Wasserverdünnung spreizt die Aromen auf und die Intensität des Geschmacks schwächt sich dementsprechend ab. Damit geht das eigentliche Genusserlebnis  ein gutes Stück verloren, was schade ist. Und im Grunde genommen geht es doch viel einfacher: Man trinkt einfach nebenher noch ein Glas pures Wasser. Das hilft, den Durst zu stillen.

Apropos: Meinen Whiskey genieße ich auch nicht mit Wasser oder Eis – sondern ebenfalls pur.

hp.linz@volksfreund.de