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Weinköniginnen führen Festroben vor

Weinköniginnen führen Festroben vor

Der Ball des Weins hat in diesem Jahr zahlreiche Tanzfreunde in die Mosellandhalle gelockt. Im Rahmenprogramm haben Weinköniginnen von der Mosel ihre Roben vorgeführt.

Bernkastel-Kues. In angenehmer Atmosphäre das Tanzbein schwingen - das wollten sich 220 Besucher in der Bernkasteler Mosellandhalle beim Ball des Weines auch in diesem Jahr nicht entgehen lassen. Die Tanzveranstaltung beendet traditionell die Weinbautage in Bernkastel-Kues und wird von den Absolventen der Weinbauschule organisiert. Winzer, Mitglieder mehrerer Tanzkreise aus Trier, Osann-Monzel und Wittlich sowie weitere Besucher, die von der ganzen Mosel angereist waren, sorgten stets für eine gut gefüllte Tanzfläche. Auf der Bühne spielte die Band Enjoy aus der Eifel zum Tanz auf.
Für das Rahmenprogramm hatten sich die Organisatoren in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen: Sechs Weinmajestäten gaben Auskunft über ihre Festroben, in denen sie ihre Weinorte repräsentieren. Sarah Schenk, die Festkleider selbst entwirft und schneidert, erklärte die neue Mode bei den Weinköniginnen. Jede Weinkönigin hat ihr eigenes Kleid, das ihre Persönlichkeit unterstreicht, sagte sie. In früheren Zeiten waren die Kleider von den Majestäten oft an ihre Nachfolgerinnen weitergegeben worden. "Der Wein verändert sich, die Namen der Weine und die Etiketten verändern sich, dann dürfen die Kleider der Weinköniginnen auch moderner werden", sagte sie. So zeigten sich die anwesenden Weinköniginnen, an der Spitze die Moselweinkönigin Andrea Schlechter, in Abendkleidern mit frischen Farben. Schlechter genoss ihr festliches Outfit, das man nur zur Hochzeit oder als Weinkönigin trage, offensichtlich: "Ob ich mal heirate, weiß ich nicht, Weinkönigin bin ich jetzt", sagte sie. Bemerkenswert war das lange Kleid der Enkircher Weinkönigin Svenja: Der Verlauf der Mosel ist darauf eingestickt. "Enkirch ist mit Steinen aus Strass markiert", sagte sie.
Für weitere Einlagen sorgte der Saarländer Markus Lenzen mit seinen wortreich vorgetragenen Zauberspäßen, bei denen er das Publikum einband.
Die Koblenzerin Katharina Molitor besuchte den Ball bereits zum vierzehnten Mal. "Ich tanze gern, und die Atmosphäre bei der Veranstaltung ist immer toll." Allerdings konnte sie sich an diesem Abend mit der Band nicht so richtig anfreunden. Im Gegensatz zu Johnny Klein aus Morbach, der zum ersten Mal den Ball besucht hat: Er fand die Musik sehr gut und genoss das schöne Ambiente der Mosellandhalle. Zudem lobte er die ausgeschenkten Weine, die ihm hervorragend schmeckten. "Mir gefällt es ausgezeichnet", sagte er. cst