Weinkolumne : Wikinger wollen Wein von der Mosel

Kollege Winfried Simon hat vergangene Woche an dieser Stelle zurecht seine Verwunderung über Schweden deutlich gemacht. Demnach schreibe eine Fachzeitschrift, Schweden könne sich zum „Wein-Hotspot“ entwickeln, weil dort vermehrt versucht wird, Reben anzupflanzen.

Aber bei den niedrigen Temperaturen könne kaum ein guter Tropfen erzeugt werden, stellte er fest. Das dürfte jetzt nicht mehr nötig sein, denn die Wikinger im Norden stehen offenbar voll auf Wein aus Deutschland. Wie das Deutsche Weininstitut vermeldet hat der Absatz von deutschem Wein in Schweden im vergangenen Jahr um satte zehn Prozent zugelegt. Vor allem deutscher Rosé ist bei den Skandinaviern beliebt, wobei über die Hälfte des Weins nicht in der Flasche, sondern „Bag in Box“, also in wasserdichten Kartons verkauft wird. Nun ist der Norden ja für seinen Pragmatismus bekannt und außerdem passen in „Bag in Boxes“ mehr als die 0,7 Liter unserer Weinflaschen. Bekanntlich haben Wikinger ja einen ordentlichen Durst und so können sie sich den Weg zum Nachschlag sparen und die wenig erfolgversprechenden Weinbauversuche ebenso. Dann mal „Skol!“

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