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Weinprobe über Gemeindegrenzen hinweg

Weinprobe über Gemeindegrenzen hinweg

37 Winzer gestalten eine Jungweinprobe in Traben-Trarbach gemeinsam. Das Besondere: Zwölf Weingüter aus der ehemaligen Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf sind dabei. Die Veranstaltung findet in angenehmer Atmosphäre an einem besonderen Ort statt: in der Traben-Trarbacher Unterwelt.

Traben-Trarbach. "Wein verbindet". Mit diesen Worten bringt es Andreas Franz, Vorsitzender des Winzerverbands Traben-Trarbach, kurz und knackig auf den Punkt. 37 Weingüter, davon zwölf aus der ehemaligen Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf, sind in der Traben-Trarbacher Unterwelt mit rund 200 Weinen vertreten. "Wir wollten die Weinprobe verändern, einen Akzent setzen, deshalb haben wir einen neuen Ort gesucht und die Zahl der Winzer ausgeweitet", sagt Franz. In den vergangenen Jahren war die Lorettahalle Veranstaltungsort gewesen. Doch die großen Kellergewölbe der Traben-Trarbacher Unterwelt finden bei den Besuchern großen Anklang: "Wir machen heute hier unseren Betriebsausflug. Es gefällt uns sehr gut, denn der Keller hat eine besondere Atmosphäre", sagt Sandra Udiljak aus Bausendorf-Olkenbach, "man kann hier ausprobieren, welcher Wein einem schmeckt und direkt mit dem Winzer sprechen."
Verbandsgemeindeweit wurde die Weinprobe ausgeschrieben, die Plätze für die teilnehmenden Winzer, die ihre Jungweine ausstellen dürfen, wurden nacheinander vergeben. Den Besuchern bot sich ein einheitliches Bild: Jeder Winzer hatte nach der Vorgabe des Winzerverbands einen Rollbanner mit dem Namen seines Weinguts mitgebracht, übereinandergestapelte Paletten dienten als Tische, auf denen die Weine präsentiert wurden. Die Teilnehmer selbst zeigten sich zufrieden mit der Veranstaltung: "Wir wurden hier sehr gut miteingebunden, es konnten sich alle bewerben und die Räumlichkeiten sind hier schon besonders", sagt etwa Stefan Jakoby, Winzer aus Kinheim, "meine Winzerkollegen und ich können uns auch vorstellen, die Zusammenarbeit mit den Winzern aus der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach auszuweiten. Wir identifizieren uns über unseren Beruf als Winzer, dabei spielen Verbandsgemeindegrenzen keine Rolle."
Dass die Jungweinprobe in diesem Jahr ein neues Konzept haben würde, mit mehr Winzern und an neuem Ort, hatte auch die Besucher neugierig gemacht: Schon im Vorverkauf waren die 350 Karten weg.
Die Besucher kamen auf ihre Kosten: Sie konnten die Vielfalt der Weine direkt probieren - beispielsweise einen säurebetonten, mineralischen Wein aus dem Traben-Trarbacher Schlossberg und anschließend einen kräftigen Wein aus den schweren Böden der Kinheimer Hubertuslay. Das kam bei den Gästen gut an "Es ist sehr gut, dass man von Winzer zu Winzer gehen kann, um die Weine zu probieren", sagte etwa David Mood, dem die Atmosphäre in der Traben-Trarbacher Unterwelt ebenfalls gut gefiel: "Es ist hier ein passender Ort für eine Weinprobe."