Weiter auf dem Weg zu einer demenzfreundlichen Kommune

Weiter auf dem Weg zu einer demenzfreundlichen Kommune

Vertreter aus Pflege, Beratungsdiensten, Projekten und Angehörige haben sich in der Seniorenakademie in Kues zur ersten "Zukunftswerkstatt zur Lebensqualität und Versorgung von Menschen mit Demenz" in Bernkastel-Kues getroffen. Veranstalter ist das Caritas Fachzentrum Demenz Eifel-Mosel-Ahr in Trägerschaft der Caritas-Geschäftsstelle Wittlich.

Bernkastel-Kues/Wittlich. Sinn und Zweck der Veranstaltung "Zukunftswerkstatt zur Lebensqualität und Versorgung von Menschen mit Demenz" war es, an den vorhandenen Initiativen rund um das Thema "Alter" anzusetzen und auf der lokalen Ebene von Bernkastel-Kues weitere Schritte in Richtung einer "demenzfreundlichen Kommune" in Gang zu setzen. In der Seniorenakademie Kues trafen sich Vertreter der pflegenden Angehörigen, Polizei, Pflegestützpunkte, Pflegedienste, Altenzentren, der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Mainz, Kommunen, des Krankenhauses und Initiatoren aus dem Projekt der Kreisverwaltung "Zu Hause alt werden".
Margret Brech, Mitarbeiterin des Fachzentrums, wies auf die bisherigen Aktivitäten hin. Die Vorstellung der vorhandenen und geplanten Angebotsstruktur durch eine weitere Mitarbeiterin des Fachzentrums, Hilde Roßler, ließ erkennen, dass durch das bestehende und gut funktionierende Netzwerk im Landkreis die Türen für den Ausbau weiterer Angebote offen stehen. Angesichts der Zunahme von Menschen mit Demenz bestehe die Notwendigkeit in den Kommunen, sich vor Ort auf die Situation vorzubereiten, so Professor Hermann Brandenburg von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar. Er hat, gemeinsam mit Carolin Baczkiewicz die wissenschaftliche Begleitforschung für das Gesamtprojekt übernommen und den Tag moderiert. Er betonte, dass die gesellschaftliche Einbindung von Menschen mit Demenz und ihrer Familien von großer Bedeutung ist.
Im Zentrum des ersten Nachmittags standen der Unterstützungsbedarf und das Bewerten aktueller Hilfeangebote für Menschen mit Demenz. Es wurden vier Projektideen herausgearbeitet: 1. Individuelle und bedürfnisorientierte Betreuung im Krankenhaus von Menschen mit Demenz, 2. "Der Kümmerer im Dorf und seine Helfer", 3. Information- und Aufklärungsarbeit für eine bessere gesellschaftliche Akzeptanz und Integration der Betroffenen und 4. Fortbildungen für Bürgermeister/-innen zu den Themen demografischer Wandel, Demenz und Versorgung.

Der Folge-Workshop findet am 1. August von 14 bis 17 Uhr im Cusanus Krankenhaus Bernkastel-Kues statt. red
Weitere Informationen unter Telefon 06571/149728.

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