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Leserbrief: Welch paradiesisches Leben

Leserbrief : Welch paradiesisches Leben

Zum Artikel „Wo ist noch Luft für Windkraft“ (TV vom 4. März) schrieb uns Hermann Warscheid:

Welch schönes Leben, fast wie im Paradies! Freuen wir uns mit der Bundes- und Landesregierung, welch schönes Leben erwartet uns doch, wie dem Artikel von Christian Moeris zu entnehmen ist, spätestens ab 2030,  wenn unsere Energieversorgung zu mehr als 90 Prozent durch Windräder und Photovotalikanlagen gesichert ist.

Stellen wir uns einmal vor, wir kommen an einem normalen Werktag im November gegen 18 Uhr nach Hause, stellen das Elektroauto in die Garage und schließen das Ladekabel an, natürlich damit wir den nächsten Morgen wieder zur Arbeit fahren können. Die Sonne scheint zwar nicht mehr, aber der Wind wird‘s schon machen. Ab dem Zeitpunkt setzt aber plötzlich auch eine Windflaute, fast bis zum Stillstand, ein. Wir verbringen den Feierabend im Kreise der Familie bei Kerzenschein, Petroleumlampen gibt‘s nicht mehr. Fernseher, Computer und Smartphones bleiben aus, der Holzherd muss gestocht werden, Kohle gibt‘s nicht mehr.

Stellen Sie sich mal vor, man unterhält sich wieder, spielt zusammen oder liest ein gutes Buch. Es herrscht romantische Ruhe und Eintracht im Haus, sogar der Hund liegt zufrieden in der Ecke, welch beglückender Zustand. Am nächsten Morgen ist noch immer Windflaute, was heißt, es ist noch kein Strom da.

Dies hat gleich mehrere positive Erscheinungen zur Folge. Wir müssen nicht zur Arbeit, Computer und Maschinen in der Firma springen nicht an, unser Auto tut seinen Dienst natürlich auch nicht. Frau und Kinder können gleich auch mit zu Hause bleiben, sozusagen Ferien und Urlaub wegen Energiemangel.

Essen können wir auch so gut wie nichts, der Bäcker hat kein Brot, der Bauer keine Milch, die Metzgerei kein Fleisch und so weiter und so fort. Wir leben von Luft und Liebe, welch paradiesisches Leben. Sobald es hell wird spielen wir mit den Kindern und dem Hund auf der Wiese, singen und tanzen, mittlerweile haben sich die Nachbarn auch eingefunden.

Beten wir alle, dass dies alles Wirklichkeit wird, der Garten Eden wartet auf uns !