Stadtentwicklung : Neues für das Altdorf Wengerohr

Neues für das Altdorf Wengerohr

Im Mai dieses Jahres haben 70 Wengerohrer Bürger sich zusammengesetzt und über die Zukunft des Altdorfs beraten. Wie es jetzt weitergeht hat eine Arbeitsgruppe durchdacht. Profis sollen mit dazu.

Wittlich-Wengerohr Selbst überlegen, wie man sein Dorf voranbringen kann. Das haben die Bewohner des Altdorfs Wengerohr, bereits vor einem guten halben Jahr bei einer Bürgerversammlung, gemacht. 70 der 155 Bewohner rund um die Bernkasteler Straße haben ihre Ideen und Wünsch formuliert. Dabei kam heraus, dass sie nicht möchten, dass massive Wohnblocks im Altdorf gebaut werden, der Verkehr weiter beruhigt wird und sich die Erschließungssituation verbessert. Zudem soll das Altdorf nicht, zu einem „Anhängsel eines Industriestandorts werden, umgeben von Mietskasernen“, wie es damals hieß.

Die Ergebnisse der Gespräche an diesem Abend, wurden aufgeschrieben. Mit diesen Zetteln hat sich anschließend eine fünfköpfige Arbeitsgruppe beschäftigt. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass der dörflicher Charakter den Bewohnern das Wichtigste ist. Um massive Wohnblocks zu verhindern, hat die Stadt Hilfe angeboten. Sie hat signalisiert, dass sie gerne informiert werden möchte, wenn Immobilien im Altdorf von Wengerohr verkauft würden, denn die Stadt wäre unter Umständen bereit, die Gebäude aufzukaufen. Investoren, deren Absichten nicht klar wären, kämen so nicht zum Zuge. Daneben ist es den Anwohnern ein Anliegen, dass die Verkehrsführung zwischen der Belinger und der Bernkasteler Straße gelenkt wird, beispielsweise durch Verkehrsinseln. Jürgen Platz, Ortsvorsteher, erklärte in der Ortsbeiratssitzung, in der die weitere Vorgehensweise vorgestellt wurde, dass dies einfacher würde, wenn die Straßen in Stadtstraßen abgestuft worden seien. „Dann kann die Stadt die Beschilderung oder andere bauliche Maßnahmen selbst bestimmen“, sagt er.

Zum Charakter des Altdorfs zählen für die Anwohner die kulturhistorischen Gebäude und die öffentlichen Flächen, die mehr Aufmerksamkeit bekommen sollen, darunter beispielsweise die Johanniskapelle oder die Brunnenanlage in der Bernkasteler Straße, Ecke Wahlholzstraße.

Zudem sind im Altdorf das Abwasser und die Zuwegung wichtige Themen. Die Leitungen für Gebäude gehen zum Teil unter anderen Häusern hindurch. Das kann zu Probleme führen, wenn die Stadt an diese Leitungen heranmüsste. Dazu gibt es Zuwegungen zu Grundstücken, die über Privatwege gehen. Hier sehen die Arbeitsgruppe und der Ortsbeirat die Möglichkeit, schon einmal anzusetzen, weil die Stadt hier die Daten und die Fachleute hat. Dabei kam es zu einer kleinen Diskussion, ob die Stadt erst Planungen vorbereiten, und dann mit den Anwohnern sprechen, oder ob erst mit den Menschen geredet, und dann in die Planung gegangen, werden soll. Man einigte sich schließlich darauf, dass die Anlieger erst einmal über die aktuelle Situation und Möglichkeiten des Weiteren Vorgehens, informiert werden. Nach der grundsätzlichen Bereitschaft der Menschen, mitzumachen, soll dann in die konkrete Planung gegangen werden.

Wichtig ist den Menschen im Altdorf, dass sie über Fördermöglichkeiten informiert werden.

Im kommenden Jahr will man sich auf die Suche nach einem Planungsbüro machen, das sich dem Altdorf und seiner Entwicklung annimmt. In der Sitzung des Ortsbeirats waren Vertreter des Arbeitskreises Altdorf, die sich freuen würden, wenn weitere Interessierte dazu stoßen würden. „Die Gruppe ist offen“, betonte Ortsvorsteher Jürgen Platz. „Es wäre schön, wenn wir neben den hier schon angesprochenen Themen, versuchen würden, dass Altdorf zukunftsfähig zu machen“, so ein Vertreter der Gruppe. „Dazu könnten beispielsweise auch Themen wie energetische Sanierung gehören, für die man sich Fachleute einlädt“, so der Gruppenvertreter weiter. Chb

Extra: Das Altdorf Wengerohr

Wengerohr ist mit rund 2850 Einwohnern Wittlichs größter Stadtteil. Das Altdorf umfasst ein Gebiet von rund 6,2 Hektar. Es ist durch die B50 und die Bernkasteler Straße räumlich getrennt. Aktuell leben dort 155 Personen in 54 Wohnhäusern. Siedlungsansätze sind im Bereich der St. Johanniskapelle. Es zeigen sich im Altdorf einige Gegensätze: Teile sind dicht besiedelt, andere unbebaut, einige wenige Eigentürmer besitzen große Flächenanteile. Es gibt Gebäude, die sind stilvoll renoviert, andere stehen kurz vor dem Verfall. chb

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