Wenig los auf dem „Letzten Markt“ in Thalfang

Nur sieben Verkaufsstände : Wenig los auf dem „Letzten Markt“ in Thalfang

Nur sieben Marktbeschicker haben in diesem Jahr an der Thalfanger Traditionsveranstaltung ihre Waren angeboten. 

Was ist mit dem „Letzten Markt“ in Thalfang los? Das müssen sich Besucher fragen, die in diesem Jahr zur Traditionsveranstaltung gekommen sind. Lediglich sieben Verkaufsstände mit Textilien, Hüten, Reinigungsmitteln, Haushaltswaren und Lederwaren haben Marktbeschicker in diesem Jahr rund um den Villeneuver Platz aufgebaut. Zum Vergleich: 2011 schrieb der TV von 56, 2012 von 63 Ständen, die die Hauptstraße entlang bis hoch zur Ecke Kirchgasse für eine bunte Auswahl an verschiedensten Sortimenten gesorgt und 3000 Besucher aus der Mark Thalfang und darüber hinaus angelockt hatten. 2018 waren es bei Nieselregen noch 20 Stände gewesen. Und die Besucherzahlen? „Immer weniger, und das bei gutem Marktwetter“, sagt ein Händler an seinem Textilstand und deutet auf die nur wenig bevölkerte Straße. „Wenn um 16 Uhr Leute zum Nikolaus kommen, nützt uns das nichts“, sagt er.

Der Thalfanger Bürgermeister Burkhard Graul weiß auch keine rechte Erklärung für die geringe Beteiligung. Zwar hätten sechs Standbetreiber wegen Krankheit kurzfristig abgesagt. Doch auch wenn diese gekommen wären, ist das immer noch ein erheblicher Rückgang zu früheren Jahren. „Wir müssen uns Gedanken machen“, sagt er. Graul verweist auf den Weihnachtsmarkt, der im Gegensatz zum Letzten Markt zunimmt. Dieser ist in diesem Jahr umgestellt. Statt in der Saarstraße aufgereiht, stehen die Hütten konzentriert auf dem Villeneuver Platz. „Das ist schöner und gemütlicher als aufgereiht“, sagt der Ortsbürgermeister. Diese werden von Privatleuten sowie Vereinen und Institutionen wie der evangelischen Kirchengemeinde, den Kindergärten und der Erbeskopf-Realschule betrieben. „Dass diese sich beteiligen, zeigt, dass sie zum Dorf gehören“, sagt Graul. Wieder mit dabei sind auch die jungen Väter, die mit ihrem Getränkestand zum vierten Mal auf dem Weihnachtsmarkt vertreten sind, um mit den Einnahmen Geld für Spielgeräte auf dem Thalfanger Kinderspielplatz zu erwirtschaften. Im ersten Jahr hatten die jungen Väter 1800 Euro an die Ortsgemeinde übergeben.

Jetzt sammeln sie im dritten Jahr, um ein Spielhaus mit Rutsche für Kinder unter drei Jahren anschaffen zu können, sagt Philipp Mayer, einer der jungen Väter. Die Konzentration auf dem Villeneuver Platz kommt bei den Besuchern gut an. „Ich finde es schön, dass es hier so konzentriert ist“, sagt eine Besucherin. Udo Keuper aus Morbach hebt die schöne Stimmung hervor. „So stehen die Hütten besser, als wenn es so weitläufig ist.“

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