Weniger Arbeitslose
"Im April hat die Arbeitslosigkeit an Nahe und Hunsrück weiter abgenommen. Wie bereits in den Vormonaten ist diese Entwicklung konjunkturell bedingt, aber auch von der milden Witterung begünstigt", beschreibt Jürgen Haßdenteufel, Leiter der Agentur für Arbeit, den aktuellen Arbeitsmarkt.
Bad Kreuznach. (red) Als Indikator für den positiven Trend sieht Haßdenteufel die Dynamik am regionalen Arbeitsmarkt. "Zwar haben sich im April wieder etwas mehr Menschen arbeitslos melden müssen, gleichzeitig stieg die Zahl derer, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten, überproportional an. Dies gilt ganz besonders für die jungen Arbeitsuchenden unter 25", erläutert Haßdenteufel. Zu viele Bewerber auf zu wenige Ausbildungsstellen
Der Agentur für Arbeit wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres 1080 Ausbildungsstellen gemeldet. Diesen stehen rund 3200 Bewerbermeldungen für den gleichen Zeitraum gegenüber. Ende April waren noch knapp 400 Ausbildungsstellen frei, gleichzeitig suchten aber auch noch mehr als 1900 Bewerber nach einem für sie passenden Angebot. Im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach waren im April 11 910 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 560 oder 4,5 Prozent weniger als im März. Mit der nun schon seit vielen Monaten anhaltenden positiven Entwicklung sind es nunmehr über 3200 Arbeitslose oder 21,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen verringerte sich gegenüber dem Vormonat von 8,0 auf 7,6 Prozent. Im Vorjahr war die Arbeitslosenquote von März auf April von 10,1 auf 9,7 Prozent zurückgegangen. Mit der Frühjahrsbelebung und der guten Konjunktur stellten zahlreiche Arbeitgeber neue Arbeitskräfte ein. Rund 18 Prozent mehr Menschen als noch im März konnten eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Vor allem Schlosser, Fachkräfte des Bauhaupt- und Baunebengewerbes, Kraftfahrer, Lagerkräfte sowie Kaufleute nahmen Arbeit auf. Regional betrachtet zeigte sich die weitere Entlastung im April auf fast allen regionalen Arbeitsmärkten im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach. Nach Geschäftsstellen war die Arbeitslosigkeit an der unteren Nahe in Bad Kreuznach und Kirn am stärksten rückläufig. In Idar-Oberstein blieb die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat gleich. Im Einzelnen ergaben sich für die Agenturbezirke von März auf April folgende neue Arbeitslosenquoten: Bezirke: Bad Kreuznach von 8,1 auf 7,6 Prozent; Kirn: von 8,6 auf 8,1 Prozent; Birkenfeld von 7,6 auf 7,2 Prozent; Simmern von 6,9 auf 6,5 Prozent; Idar-Oberstein 8,7 Prozent. Landkreise: Bad Kreuznach von 8,2 auf 7,8 Prozent; Birkenfeld: von 8,3 auf 8,1 Prozent; Rhein-Hunsrück-Kreis von 6,4 auf 5,9 Prozent.