Weniger Busse auf dem Parkplatz

Die Sanierung des Verwaltungsgebäudes der VG macht es nötig: Ein großer Teil des Busparkplatzes wird zwei Jahre gesperrt. Die nun gefundene Lösung kommt auf Wunsch des Werbekreises zustande.

Bernkastel-Kues. Es ist unübersehbar: Die Vorbereitungen für die auf zwei Jahre angesetzte Sanierung des Verwaltungsgebäudes der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues haben begonnen. Derzeit wird die Baustelle eingerichtet. Die ersten Container stehen unterhalb des Gebäudetraktes auf dem Busparkplatz. Der Streifen, auf dem nach Auskunft von Ordnungsamtsleiter Josef Schmitz etwa 20 Busse Platz finden, gehört der VG.
Etwa 13 Plätze werden erst einmal wegfallen, sieben bleiben. Das hat Auswirkungen auf den am Samstag beginnenden Weihnachtsmarkt und die immer an Ostern beginnende Urlaubssaison in der Stadt, die auf dem Tourenplan vieler Busunternehmer steht. Vertreter vom zur Stadt gehörenden Bauhof und vom Ordnungsamt haben sich deshalb vor einigen Tagen zusammengesetzt.
Die damalige Lösung: Auf einem Streifen, der bisher den Autos vorbehalten ist, werden sechs weitere Busparkplätze eingerichtet (jeweils zwei Busse stehen parallel nebeneinander).
Wenn alle vorhandenen Stellflächen erschöpft sind, müssen die Busse über die Brücke nach Kues ausweichen. Vorher könnten sie ihre Passagiere auf der Busspur gegenüber des Mosel-Gäste-Zentrums aussteigen lassen und später wieder aufnehmen. In Kues könnten die Fahrer ihre Gefährte im Bereich Friedrichstraße/Gartenstraße abstellen, wo auch am Weinfest Raum für sie bereitsteht.
Mit dem Verlust der Autoplätze will sich der Werbekreis der Stadt, unter anderem Veranstalter des Weihnachtsmarktes, aber nicht abfinden. "Der Busfahrer sucht sich einen Parkplatz, denn er hat eine gebuchte Tour. Mancher Autofahrer dreht aber wieder ab, wenn er keinen Platz findet", sagte Vorsitzender Frank Hoffmann am Montag im Gespräch mit dem TV.
Sein Wunsch: Neben dem Bereich Friedrichstraße/Gartenstraße soll auch die Gewerbestraße im Kueser Industriegebiet als Parkraum dienen. Dort stehen oft Sattelschlepper- beziehungsweise Lastwagenanhänger. Dieser Wunsch ist noch am Montagabend erhört worden. Zehn Busse können dort auf dem Gehweg parken. "Fußgänger sind dort sowieso kaum unterwegs", sagt Ordnungsamtsleiter Schmitz. Dadurch stehen nun an drei Standorten 23 Stellflächen für die großen Gefährte zur Verfügung. Die Regelung mit der Gewerbestraße gilt vorerst nur für die Zeit des Weihnachtsmarktes.
"Wir werden das beobachten", sagt Schmitz. Ein besonderes Augenmerk werde darauf gelegt, dass die Busspur vor dem Mosel-Gäste-Zentrum auch wirklich nur zum schnellen Ein- und Aussteigen genutzt werde.
Auch der Werbekreis will beobachten. Frank Hoffmann will dies aber auch unter dem Gesichtspunkt tun, dass der Moselparkplatz (circa 600 Stellflächen) attraktiver gestaltet werden soll. Jetzt sei Gelegenheit zu schauen, ob es für Busse nicht auch andere Plätze im Stadtgebiet gebe, sagt er. Wichtig sei aktuell, so weit wie möglich, die Busunternehmer über die Situation zu informieren und Hinweisschilder aufzustellen.