Jahresabschluss : Weniger Holz, weniger Geld

Morbach Weniger Erlöse als erwartet verzeichnet der Morbacher Eigenbetrieb Forst im Jahresabschluss für das Jahr 2016.Statt einem Gewinn von 189.700 Euro schlagen lediglich 74.394 Euro zu Buche.

Und auch der Liquiditätsüberschuss fällt mit 138.480 Euro deutlich niedriger aus als die erwarteten 264.900 Euro.

Der Grund: Es wurde weniger Holz eingeschlagen als geplant. Vorgesehen waren über alle Baumarten ein Einschlag von 19.200 Festmetern, teilt Jürgen Schabbach den Mitgliedern des Morbacher Gemeinderats in der jüngsten Sitzung mit. Eingeschlagen wurden jedoch lediglich 16130 Meter. Insbesondere Eiche und Buche wurden weniger gefällt. Gründe seien die rückläufige Nachfrage nach Brennholz und die „sehr schlechten“ Preise für Buchenstammholz, sagt Schabbach.

Im Detail seien die Erlöse beim Brennholz aufgrund der milderen Winter und der gefallenen Ölpreise mit 62.000 Euro um 48.000 Euro unter dem Planansatz geblieben, sagt Schabbach.

Kiefern und Lärchen wurden ebenfalls weniger gefällt. Glücklicherweise habe eine Reserve für Bäume, die von Schädlingen befallen sind, nicht in Anspruch genommen werden müssen. Doch auch die Aufwendungen im Morbacher Forst sind niedriger ausgefallen. 52.000 Euro musste die Gemeinde weniger für Fremdleistungen ausgeben. Die Personalkosten sind um 12.000 Euro, die Kosten für die Forstbetriebsplanung um 11.000 Euro niedriger ausgefallen.

50.000 Euro haben die Eigenbetriebe an die Gemeinde ausgeschüttet. Der Gemeinderat hat den Abschluss einmütig gebilligt.

Mehr von Volksfreund