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Wenigerather zeigen, was sie können

Wenigerather zeigen, was sie können

Hochzufrieden mit der 700-Jahr-Feier Wenigeraths zeigen sich Besucher, Aussteller und Ortsvorsteher. Die Betriebe haben sich bei der Jubiläumsveranstaltung des Dorfes mit einem Tag der offenen Tür präsentiert.

 Das Männerballett Hopptown Jumping Jacks aus Hoppstädten-Weiersbach tanzt auf dem Wenigerather Dorfplatz. TV-Fotos (3) : Christoph Strouvelle
Das Männerballett Hopptown Jumping Jacks aus Hoppstädten-Weiersbach tanzt auf dem Wenigerather Dorfplatz. TV-Fotos (3) : Christoph Strouvelle Foto: Christoph Strouvelle (cst) ("TV-Upload Strouvelle"
 Der fünfjährige Jakob Leis aus Maring-Noviand streichelt ein Kälbchen im Stall.
Der fünfjährige Jakob Leis aus Maring-Noviand streichelt ein Kälbchen im Stall. Foto: Christoph Strouvelle (cst) ("TV-Upload Strouvelle"

Wenigerath. Am Tag der offenen Tür anlässlich der 700-Jahr-Feier des Dorfes Wenigerath hat offensichtlich alles gepasst: Über dem liebevoll dekorierten und mit einer großen 700 geschmückten Dorfplatz scheint die Sonne vom blauem Himmel.
Dort herrscht schon kurz nach der Eröffnung der Veranstaltung reger Betrieb, und bei der Essensausgabe bilden sich lange Schlangen. Schon um 16 Uhr ist der gesamte selbstgebackene Kuchen verkauft, alle Tische im Freien und im Zelt sind bei frühlingshaften Temperaturen komplett besetzt.
Die Besucher kommen auf unterschiedlichste Art in den Ort: Die einen mit Auto und dann per Shuttlebus von den Park&Ride-Parkplätzen an der Energielandschaft, andere nutzen das Frühlingswetter zu einem Spaziergang von den umliegenden Orten. Einige nutzen das Frühlingswetter auch zu einer Fahrradtour nach Wenigerath.
Das Konzept, die zahlreichen Gewerbetreibenden des Dorfes anlässlich des Jubiläums vorzustellen, ist aufgegangen, sagt Ortsvorsteher Thomas Jakobs. Er schätzt, dass bis zu 3000 Menschen den Weg in das Jubiläumsdorf gefunden haben. "Die Leute laufen hier wie die Ameisen: Rechts hoch und links rüber", sagt er. Das ist verständlich, denn in allen Richtungen rund um den Dorfplatz gibt es etwas zu sehen: Hier lockt die Landwirtschaft mit Riesenmaschinen, Biogasanlage und moderner Milchviehhaltung, bei der die Kühe die Melkanlage selbst aufsuchen, aber auch Obstbauern, die ihren Apfelsaft und Viez selbst produzieren. Dort zeigt sich ein Friseurbetrieb, zur anderen Seite ein Busunternehmen. Die Besucher besichtigen ein rechtzeitig vor der 700-Jahr-Feier errichtetes Musterhaus eines Blockhausherstellers, bevor sie mit der Pferdekutsche zu einem Fliesenbetrieb fahren. Und auch ein neu ansässiges Unternehmen der Veranstaltungstechnik zeigt sich mit seinen Sound- und Lichtanlagen in einem Pavillon am Dorfplatz, genauso wie ein Energieunternehmen mit seinen Holz- und Pelletsheizungen. Doch sind es gerade die vielleicht etwas ausgefalleneren Betriebe, die die Menschen staunen lassen. Angefangen von einer Motorradwerkstatt, die zahlreiche Harley-Davidson ausstellt, bis hin zu einem Spezialisten für Textilfarben. "Das sind außergewöhnlich viele Betriebe, die ein solch kleiner Ort wie Wenigerath zu bieten hat", sagt der Morbacher Michael Decker.
Andrea Wilbert ist aus Hundheim gekommen, um die Unternehmen durch ihre Anwesenheit zu unterstützen. "Ich finde es gut, dass ein Dorf seine Gewerbebetriebe auch zeigt", sagt sie. Schon eine Stunde nach Beginn der Veranstaltung ist Andreas Schmaus, der Carports und andere Bauteile aus Holz herstellt, mit dem Tag der offenen Tür zufrieden. "Das Interesse der Besucher ist da", sagt er. Und auch Peter Anton vom IT-Unternehmen BCB, das Computeranlagen an Firmen, Behörden und Privatleute vertreibt, ist vom Zuspruch der Besucher angetan. "Viele Leute haben nicht gewusst, dass wir hier ansässig sind", sagt er.
Ortsvorsteher Jakobs zieht ein positives Resümee des Tages der offenen Tür: "Alles ist ganz toll gelaufen, auch die Musik am Dorfplatz ist gut angenommen worden", sagt er.