Wenn der Ortsbürgermeister klingelt

Breit · Der Ortsgemeinderat von Breit holt die Meinung der Mitbürger zur Kommunal- und Verwaltungsreform ein. Das ist in der jüngsten Sitzung beschlossen worden. Vier Fragen werden den rund 220 Wahlberechtigten gestellt. Im Gegensatz zu einem Bürgerentscheid, wie er in Malborn geplant wird, ist das Ergebnis für den Rat aber nicht bindend.

Breit. Am 24. März klingelt Ortsbürgermeister Günter Klassen oder ein anderes Mitglied des Breiter Ortsgemeinderates an der Haustür. Wahlberechtigte bekommen dann einen kurzen Fragenkatalog ausgehändigt.
Der Ortsgemeinderat hat beschlossen, die Meinung der Bürger einzuholen, um besser entscheiden zu können, wie es mit der Ortsgemeinde Breit im Zuge der Kommunal- und Verwaltungsreform weitergeht.
Denn am 30. Juni endet die von der Landesregierung gesetzte Freiwilligkeitsfrist. Wenn bis dahin die "Verlobungen" von Verbandsgemeinden noch nicht ausgesprochen sind, kann es zu "Zwangsehen" durch die Landesregierung kommen. Nicht alle Ortsgemeinden wollen im Hoheitsgebiet ihrer bisherigen Verbandsgemeinde bleiben.
Kommunal reform


Am 31. März kommen Günter Klassen und seine Ratsmitglieder ab 13 Uhr wieder, um die Zettel wieder einzusammeln und im Bürgerhaus auszuwerten. Noch am gleichen Tag soll das Ergebnis bekanntgegeben werden.
Vergleichbares Zahlenmaterial
"Wir wollen die Meinung der rund 220 wahlberechtigten Mitbürger als Entscheidungshilfe nutzen", sagt Klassen.
Vergleichbares Zahlenmaterial


Gebunden ist der Ortsgemeinderat an diese Meinungsäußerung nicht, denn es ist kein Bürgerentscheid, wie er in Malborn für den 2. April geplant ist. "Es geht uns darum, das Stimmungsbild in Sachen Kommunalreform im Dorf zu erfassen", nennt der Ortschef das Ziel. "Die Rückläufe werden keine Namen oder Adressen tragen, und werden nach der Auswertung vernichtet", versichert Klassen. Anders als bei der Entscheidung in einer Wahlkabine, haben die Breiter eine Woche lang Zeit, sich mit den Themen zu befassen.
Sie lauten: Ich bin für den Erhalt des Status einer Ortsgemeinde für unseren Ort: Ja/ Nein; Welcher Verbandsgemeinde sollte Breit sich anschließen?: Bernkastel-Kues, Hermeskeil, Schweich; Ich favorisiere den Anschluss an die Einheitsgemeinde Morbach als Ortsbezirk: Ja/ Nein; Ich favorisiere den Zusammenschluss mit Morbach, allerdings als Verbandsgemeinde, mit der dann 22. Gemeinde in Morbach: Ja/ Nein.
Um die Entscheidung zu erleichtern, wird den Wahlberechtigten vergleichendes Zahlenmaterial über Thalfang, Morbach, Bernkastel-Kues und Hermeskeil mitgeliefert. Darin wird über die Wirtschaftskraft und die Infrastruktur (Schulen, Kindergärten, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten, DSL etc.) dieser Kommunen informiert. doth

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