Wenn die Götter streiten, haben die Schüler Spaß

Wenn die Götter streiten, haben die Schüler Spaß

42 Schüler der Clara-Viebig-Realschule plus proben seit September die "Götterolympiade". Mit viel Freude und Einsatz sind sie dabei. Am Wochenende wird das Stück zweimal aufgeführt.

Wittlich. "Ich bin der Stärkste", ruft Ares laut in die Runde, angefeuert von einem lautstarken Chor. Aphrodite schüttelt ihr langes, blondes Haar, denn sie will die Schönste sein. Und auch die anderen Kinder des Göttervaters Zeus haben besondere Eigenschaften, mit denen sie den Menschen helfen sollen. Aber was tun sie? Sie streiten miteinander. Deshalb ruft Zeus eine Götterolympiade aus, bei der derjenige gewinnt, der am meisten Wohl den Menschen getan hat.
Diese Geschichte werden die Schüler der Musik-AG der Clara-Viebig-Realschule plus am Wochenende zeigen. Aber es ist kein trockenes Antikenschauspiel, sondern ein fetziges Musical, in dem verschiedene Musikrichtungen, vom Rap bis zum Jazz, vertreten sind. Die Vorbereitungen laufen seit Anfang des Schuljahres, und die 42 Schüler, von der fünften bis zur achten Klasse, die freiwillig mitmachen, haben eine Menge Spaß bei den Proben, so wie Judith Sabina. Sie sagt: "Mir macht neben der Musik das Schauspielern sehr viel Spaß, und man lernt dabei etwas über die Götter." Mohammad Seifollahi meint: "Das Stück ist spannend, und ich singe gern mit." Die verantwortlichen Lehrer, Liane Lützig und Johannes Balzer, finden es grundsätzlich wichtig, viel musikalisch zu machen, da das ihrer Meinung nach häufig vernachlässigt wird. Johannes Balzer berichtet: "Zudem gibt der Auftritt vor Publikum den Schülern Selbstwertgefühl. Vielleicht haben ja einige Lust in den kommenden Jahren wieder so etwas zu machen, damit hier an der Schule vielleicht eine besondere Musikkultur entsteht."
Leichtgefallen ist den Schülern, sich mit den verschiedenen Musikrichtungen auseinanderzusetzen, schwerer haben sie sich damit getan, vor anderen zu singen und spielen. Johannes Balzer berichtet: "Gefreut haben wir uns Lehrer sehr, dass die Gruppe durch das Projekt schon ein bisschen zusammengewachsen ist."
Die Kosten für das Musical haben die Verantwortlichen versucht, so gering wie möglich zu halten. Die Kostüme haben sich die Schüler geliehen oder selbst gemacht. Das Bühnenbild wurde in der Arbeitslehre angefertigt. Und für die Bühne und die Noten sind Kosten entstanden, die durch Spenden gedeckt werden sollen. chb
Aufführungstermine: Freitag, 15. März, um 11 Uhr für Schulklassen; die Aufführung am Samstag, 16. März, um 17 Uhr in der Turnhalle der Schule ist öffentlich.

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