Wenn die "Weibsbilder" gemeinsam auf Männersuche gehen

Wenn die "Weibsbilder" gemeinsam auf Männersuche gehen

Zwei Kabarettistinnen aus der Eifel, Anke Brausch und Claudia Thiel, haben im Haus der Begegnung mehr als 100 Zuschauer begeistert. Die "Unbemannten" stellten ein Leben dar, das nur auf die Männersuche ausgerichtet ist. Die Karten waren schnell vergriffen.

Thalfang. Übrig zu bleiben ist ein schlechtes Gefühl. Wenn "Mann" diese Frauen nicht will, kommt das achte Kabarettprogramm des Kabarettduos Weibsbilder aus der Eifel dabei heraus. Die beiden Mittdreißigerinnen spielten im Thalfanger Haus der Begegnung die Männersuche in verschiedenen Rollen, mal mit purer Komik, mal mit Gesellschaftskritik - Klimawandel und Bundeskanzlerin Verona Pooth als Blick in die Zukunft inklusive. Seit 15 Jahren treten die beiden, die im richtigen Leben als Lehrerinnen ihr Geld verdienen, mehr als 100 Mal pro Jahr auf.
Tipps für Leidensgenossinnen, die noch kein männliches Pendant ihr Eigen nennen, gab\'s reichlich. Trotz "antisanitärer Erziehung" ein "reizendes" Verhalten an den Tag zu legen, ist halt nicht einfach. Manche Sprüche verstanden wohl die Frauen besser als die unter den mehr als 100 Zuschauern etwas unterrepräsentierten Männer. "Wir machen das heute in 3-D", meinte Anke Brausch. "Nicht in 80-B?", fragte Claudia Thiel nach. Die beiden Damen sind frustriert: "Jede russische Raumstation ist bemannt. Nur wir nicht."
Das Publikum ist dabei Teil des Geschehens. Mit Heinz wurde einer ausgeguckt, der immer wieder verbal einbezogen wurde. Heinz Rausch (61) aus Beuren machte das nichts aus: "Sowas gehört einfach zu einer Kleinkunstbühne." Damit bekomme das Programm erst die richtige Würze. Christine Conrad (46) aus Dhronecken kann die dargestellte Männer- und Beziehungskritik gut verstehen: "Das ist witzig, aber dennoch oft Realität." Ortsbürgermeister Burkhard Graul will weiter am Kabarettstandort Thalfang arbeiten: "Die Karten waren schnell weg. Da gibt es offenbar einen enormen Bedarf." Es wären locker noch weitere 50 Karten zu verkaufen gewesen. Der nächste Kabarettabend wird für März angepeilt: das Improvisationstheater "sponTat" aus Trier wird zu Gast sein. doth

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