Wer bietet mehr für Möhrchen?

GORNHAUSEN. (urs) Apfelmost und Hausmannskost haben dem Gornhausener Herbst- und Erntedankfest ein volles Haus beschert. Höhepunkt: ein Marktschreier.

Gleich nach dem Festgottesdienst probieren sich die ersten Gäste durch das Angebot von Rinderroulade bis Reibekuchen. Doch sollen beim Gornhausener Herbst- und Erntedankfest nicht nur die Geschmacksnerven auf ihre Kosten kommen. So können die Gäste auch ihrem Spieltrieb frönen, indem sie sich im Dosenwerfen oder an "Erbsenklopfmaschine", Labyrinth und Glücksrad versuchen. An den von Schülern wie Marie-Lena oder Peter betreuten Spielen gibt es zudem kleine Preise zu gewinnen, was Laura (13 Jahre alt), Maren (10) und Marius (14) zu schätzen wissen. Auch Köpfchen ist gefragt, einfach wird es den Ratefüchsen nicht gemacht, die beim Preisausschreiben mitknobeln. Moderator Klaus Pieritz macht es sichtlich Spaß, möglichst viele der Teilnehmer "in die Irre zu führen" - was ihm mit der Frage, ob Kuh, Hirsch, Stein- und Rehbock Träger von Geweih, Gehörn, Horn oder Schnecke sind, auch bei fast allen gelingt. Denn: Der "Schneckenträger" Widder ist nicht dabei. Ilse Hüttl aus der Hirzlei ist eine der Gewinnerinnen, sie erhält einen Korb mit Obst, Gemüse, Wein und Wurst. Den Auftritt von "Marktschreier" Peter Flach, der am späten Abend die Dekoration versteigert, lässt sie sich nicht entgehen. Ebenso wie Else Appenzeller, Mitglied des Teams, welches am Abend zuvor etliche Zentner Kartoffeln geschält hatte. Für die Äpfel wie für die von Uschi Beuscher koordinierten Dekorationen waren wiederum andere Frauen zuständig. Während an den Töpfen "Küchenchefin" Gisela Engler das Sagen hat, steht Apfelexperte Otmar Unkelhäußer unermüdlich an der Presse. Sein Bruder Erwin, Vorsitzender des federführenden Heimatvereins, würdigt daher in seiner Begrüßung vor allem das Engagement der vielen Helfer, ohne die ein solches Fest nicht möglich gewesen wäre.