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"Wer einmal hilft, kann es nicht mehr lassen"

"Wer einmal hilft, kann es nicht mehr lassen"

Seit fast 25 Jahren organisieren Hans-Peter Dohr und zahlreiche andere Helfer aus Zell und Umgebung Hilfstransporte nach Osteuropa - zunächst nach Polen, später nach Rumänien. Zig Tonnen Hilfsgüter, vor allem für Kinder, wurden seitdem dorthin gebracht. Anfang Januar startete erneut ein Transport nach Rumänien.

Zell. (sim) 200 Weihnachtspäckchen, 3000 Nikoläuse, drei Paletten Süßigkeiten, Lebensmittel, eine Palette Fliesenkleber, 15 Nähmaschinen, ein sechs Meter hohes Stahlgerüst, Kirchenausrüstungs-Gegenstände, zehn Fahrräder, 400 neue Heizkörper, Behindertenstühle, Sanitäranlagen, Pampers - das alles und noch mehr brachte ein großer LKW Anfang Januar in das Kloster "Sancta Maria" und in die katholische Schule "St. Josef" in der rumänischen Hauptstadt Bukarest.

Möglich macht diese Hilfsaktion ein großes Netzwerk von freiwilligen Helfern, von Geschäftsleuten, kirchlichen Gruppen und Schulen. Einer der Hauptorganisatoren vom ersten Tag an ist Hans-Peter Dohr aus Zell. Der jüngste Hilfstransport wurde erneut maßgeblich unterstützt vom Dekanat Andernach-Bassenheim. Dessen Beauftragter Werner Westinger lobt die gute Zusammenarbeit mit Dohr und dem Rotary-Club Cochem-Zell, der sich ebenfalls für diese private Rumänien-Hilfe engagiert. Allein kann Dohr die jährlichen Hilfstransporte nicht stemmen. Zahlreiche Helfer und Spender, wie ein großer Verbrauchermarkt in Zell, ein Zeller Gastronomie-Fachgeschäft, das Zeller Krankenhaus sowie die katholische Frauengemeinschaft Pünderich, sammeln Geld und Hilfsgüter oder packen beim Beladen und beim Transport mit an.

Bis zu 27 Klein-Transporter fahren im Konvoi



Dohr ist stolz auf die gute und langjährige Zusammenarbeit. Dohr: "Wer einmal angefangen hat zu helfen, kann es nicht mehr lassen, zumal wenn man die Not mit eigenen Augen gesehen hat.

Begonnen hatte die Hilfsaktion 1984, also noch vor Öffnung des "Eisernen Vorhangs". Mit einem Klein-Transporter fuhr Dohr mit weiteren Helfern nach Polen, um dort notleidende Menschen mit Hilfsgütern zu versorgen. Schnell entwickelte sich dieses private Engagement zu einer großen Hilfsaktion. Seit 1990 gehen die Transporte nach Rumänien. Mit bis zu 27 Klein-Transportern fuhren die Helfer in einem Konvoi in das südosteuropäische Land, in die Stadt Arad, wo ein Heim für behinderte Kinder aufgebaut wurde und bis in die Karpaten, wo Kinderheime ebenfalls mit Medikamenten, Lebensmitteln, Kleidung, Betten und Sanitäreinrichtungen beliefert wurden.