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Wer sucht, der soll auch finden: Stadt Traben-Trarbach will neues Beschilderungssystem

Wer sucht, der soll auch finden: Stadt Traben-Trarbach will neues Beschilderungssystem

Damit Fußgänger, Touristen, Auto- und Radfahrer immer den richtigen Weg finden, müssen Sehenswürdigkeiten, öffentliche Einrichtungen und Parkplätze ausgeschildert werden. Die Stadt Traben-Trarbach arbeitet an einem neuen Konzept für die Beschilderung.

Traben-Trarbach. Verschiedene Farben, verschiedene Symbole, verschiedene Schilder, Ständer und Stelen: In Traben-Trarbach gibt es zahlreiche unterschiedliche Informationsschilder. Doch sind letztlich auch alle hilfreich ? Sind es vielleicht zu viele Zeichen, die den Suchenden eher verwirren als ihm zu helfen? Der Stadtrat ist der Meinung, dass nachgebessert werden muss. Gesucht wird eine klare Linie im Traben-Trarbacher Schilderwald.Viele Fragen offen


Deshalb hat das Gremium einen Arbeitskreis gegründet, der sich mit der Thematik befassen und ein neues Konzept erarbeiten soll. Das Büro für Stadtplanung und Landschaftsplanung, Böhme, Bachler und Partner (BBP), hat einige Vorschläge vorgelegt. Damit wird sich der zwölfköpfige Arbeitskreis, bestehend aus Stadtratsmitgliedern, Vertretern der Hotellerie und Gastronomie, des Winzerverbandes, des Gewerbevereins, der Vereins Traben-Trarbach Aktiv (TTA), der Bauverwaltung und der Touristinformation befassen.
Die Frage, die es unter anderem zu klären gilt: Sollen neue Medien, wie Fußgänger-Navigation mit GPS-Smartphones zum Einsatz kommen? Wie viele Schilder sind überhaupt notwendig? Welches Design sollen sie haben? An welchen Standorten werden sie aufgestellt? Wie kann man die Beschilderung vereinfachen und vereinheitlichen?Kosten spielen eine Rolle


Letztlich spielen auch die Kosten eine Rolle. Die Stadt Bernkastel-Kues hat beispielsweise in diesem Jahr ein Fußgängerleitsystem mit neun Stelen nur für Sehenswürdigkeiten installiert. Kosten: 70 000 Euro (der TV berichtete).
Die Maßnahme in Traben-Trarbach ist Teil der Stadtsanierung und wird voraussichtlich über die Städtebauförderung bezuschusst. Wie hoch die Kosten für das neue System sein werden, ist derzeit noch ungewiss.
Ferner ist zu überlegen, auf was überhaupt hingewiesen werden soll. Muss jeder Gastronomie- und Übernachtungsbetrieb auf ein Hinweisschild?
Roland Kettering von BBP warnt vor einer Überreizung. Man müsse die Informationsflut reduzieren. Ferner müsse die Beschilderung ein einheitliches Bild ergeben.
Der Stadtrat ist sich einig: Ein wichtiger Servicefaktor für Touristen ist die Beschilderung vor Ort. Zu dem neuen Konzept gehört auch ein Parkleitsystem, das es bislang in Traben-Trarbach noch nicht gibt.