Werbe-Ideen auf Glas

TRABEN-TRARBACH. Auf die Veredlung von Glas hat sich die Firma Knod spezialisiert, die seit April dieses Jahres ihren Familienbetrieb im Gewerbegebiet auf dem Mont Royal über Traben-Trarbach hat. Firmeninhaber Herbert Knod wurde bereits bei einem bundesweiten Innovationswettbewerb ausgezeichnet.

Der junge Firmenchef, der das Geschäft 1991 von seiner Mutter übernommen hat, bezeichnet sich als Dienstleister. Den Beruf des Glasveredlungsmeisters gibt es noch nicht, aber Herbert Knod ist im mütterlichen Betrieb groß geworden und überdies hat er Berufsabschlüsse im Kraftfahrzeug- und Schlossergewerbe. Viel handwerkliches Geschick bringt er mit in seine Firma, in der er Werbe-Ideen auf Glas umsetzt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Dekorieren von Gläsern, Flaschen und Glasartikeln. Im vielfältigen Sortiment der Firma finden sich ferner Ascher, Tassen, Teller, Wein- und Sektkühler, Dekanter, Feuerzeuge und Verpackungen. "Das Gesamtkonzept setzt sich aus einer Kombination von Glasbeschichtung und Bedruckung zusammen", erläutert der 44-Jährige, dessen Betrieb auf einer Gesamtfläche von 1000 Quadratmetern angesiedelt ist. 800 Quadratmeter umfassen die Lager- und Produktionshalle, in der zwölf Spezialmaschinen im Einsatz sind. Gläser werden hier bedruckt und beschichtet, mit Goldrändern versehen oder gefärbt. Gravuren werden mit Sandstrahl per Hand ausgeführt. "Die schönsten Ideen können umgesetzt werden, vom Einfarben- bis zum Fotodruck", erklärt Herbert Knod, der mit der Enkircher Grafikerin Celia Arns zusammenarbeitet. Die in seinem Betrieb veredelten Flaschen sind ein beredtes Zeugnis dafür: silbern oder blau eingefärbt, je nach Kundenwunsch ganz individuell gestaltet. Der Markt wächst, das Auftragsvolumen steigt. Allerdings muss Knodt sich auch immer mehr spezialisieren. "Wir müssen leistungsstark sein, extrem kurzfristige Lieferzeiten anbieten", sagt der Firmenchef, der mit modernsten und umweltfreundlichen Materialien arbeitet. Seine Kunden hat er in ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern, in England, Irland, den USA und sogar in Japan. Dort werden sich die Kunden im nächsten Monat an Flaschen in Tannenbaum-Form erfreuen können, die von der Firma Knod dekoriert worden sind. Der gebürtige Traben-Trarbacher schwärmt von seiner landschaftlich so reizvollen Heimat und den Spitzenweinen, die hier produziert werden, "aber die Winzer kriegen nichts dafür", bedauert er. "Das bekomme auch ich zu spüren." Er hoffe, dass die Mosel einen Aufwind erhalte.Auf rund zehn Fachmessen vertreten

Sein Betrieb indes konnte sich einen Platz unter den fünf führenden Flaschenveredlern in Deutschland sichern. Bei einem bundesweiten Innovationswettbewerb im Jahr 2000 kam die Firma beim Einfärben von Gläsern auf den dritten Platz. "Das Verfahren wird heute noch angewendet", berichtet er. Auf sieben bis zehn Fachmessen ist die Firma mit ihren Produkten jedes Jahr in Deutschland vertreten. Vor zehn Jahren hat Knod jährlich 5000 Flaschen dekoriert, bis Ende 2003 wird er die halbe Million erreicht haben. Die Dekoration von Gläsern wächst mit, da geht die Zahl ebenfalls in die Hunderttausende. Mit zwei Mitarbeitern hat Herbert Knod 1991 angefangen, heute sind acht Arbeitskräfte bei ihm beschäftigt. Mutter Karin Knod pflegt die Kontakte zu den Kunden, und sie organisiert stets das Sommerfest für die Mitarbeiter. "Sie hilft überall da, wo‘s klemmt", sagt der Firmenchef, in dessen Betrieb auch ohne Ehefrau Ruth nichts liefe. "Wir haben ein gutes Betriebsklima, ", freut er sich.