Wertvoller Leitfaden für Bürgerhilfe

Wertvoller Leitfaden für Bürgerhilfe

Die Gemeinschaftsinitiative Neumagen-Dhroner Bürgerhilfe ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. Eine neue Broschüre samt Beiblatt zeigt Bürgern auf, welche Angebote sie nutzen können - sei es auf Vereinsebene oder in Form ehrenamtlicher Hilfe.

Neumagen-Dhron. Übersichtlich und kompakt ist der neue Leitfaden der Ortsgemeinde Neumagen-Dhron. Wert soll er vor allem für Neubürger haben. Sie können sich umfassend informieren, welche Vereine es gibt oder an wen sie sich bei Fragen wenden können. Aber auch langjährige oder gebürtige Neumagen-Dhroner können in dem Heft ihnen bisher vielleicht unbekannte Angebote entdecken.
Die erste Seite enthält die Kontaktdaten von Orts- und Kirchengemeinde, Touristinfo und Schulen. Auf den folgenden Seiten sind entsprechend ausführlich und alphabetisch geordnet sämtliche Ortsvereine, Gemeinschaften und Fördervereine aufgeführt sowie die Partnerschaft mit dem französischen Coulanges-la-Vineuse.
Alle 25 Gruppen stellen sich mit Mitgliederzahl, Aktivitäten, Zielen und Kontaktdaten vor. Ein Beiblatt informiert zudem über noch relativ junge Angebote im Ort. Im Rahmen der Initiative "Neumagen-Dhroner Bürgerhilfe" wurden eine Senioren-Fahrdienstbörse sowie weitere Hilfsangebote eingerichtet (Extra).
Broschüre und Beiblatt sind laut Bürgerhilfe-Initiatorin Hilde Kessel an alle Haushalte verteilt. Zusätzliche Exemplare gibt es bei der Tourist-Info. Kessel freut sich über die beeindruckende Resonanz engagierter Bürger, deren Hilfe sie bei der Vorstellung der Broschüre ins rechte Licht rückte: "Ohne sie geht natürlich nichts."
Um ihnen künftig zu ermöglichen, Erfahrungen auszutauschen und Anregungen zu erhalten, will sie die Helfer vierteljährlich einladen. Dank gebühre zudem Rainer Martini vom Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück und Pastoralreferentin Ursula Ludwig. Sie sind als Berater tätig. Die Idee einer Bürgerhilfe sei nicht neu, sagte Kessel. Neu seien eher der Gedanke und die Tatkraft, dass sich viele Bürger ehrenamtlich engagieren. Künftig werde Ehrenamt unverzichtbar sein für Gemeinschaften, warb sie auch um Unterstützung der Vereine. Fast alle suchten Nachwuchs und beklagten rückläufiges Engagement. Ortsbürgermeister Willi Herres begrüßt das entstandene Netzwerk: "Wir hoffen, dass es auch gut angenommen wird." urs
Extra

Ehrenamtliche fahren Hilfesuchende kostenlos ins Krankenhaus, zu Arzt und Einkauf oder bringen etwas mit. Allein dafür erklärten sich 13 Personen bereit. Daneben werden Besuchsdienste angeboten und vielfältige Hilfe: beim Briefeschreiben, bei der Grabpflege, bei technischen Problemen oder mit dem Computer sowie eine Sicherheitsberatung und ein Stammtisch für Neubürger. Die Telefonnummern der Ehrenamtlichen sind angegeben. Im Mai 2013 kamen 60 Personen zur Auftaktveranstaltung der Gemeinschaftsinitiative Bürgerhilfe. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit einer alternden und schrumpfenden Bevölkerung zielt sie darauf ab, das Miteinander im Ort zu stärken und auszubauen. Das Projekt wird unterstützt von der Caritas und dem Dekanat Bernkastel. urs