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Wettbewerb „Die beste Pommes“: Jule's Kochtopf in Mülheim ist nomminiert

Wettbewerb „Die beste Pommes“ : Bei Jule´s Kochtopf in Mülheim kommt nur Selbstgemachtes auf den Teller

Im Industriegebiet Mülheim leitet Christof Krämer seit vierzehn Jahren „Jule´s Kochtopf“. Wir stellen den Kandidaten für unseren Wettbewerb „Die beste Pommes“ vor.

Weinrot ist die Außenfassade von „Jule´s Kochtopf“ in Mülheim. Von weitem ist es so schon gut zu erkennen. Der Name kommt noch von den Vorbesitzern und den hat Christof Krämer mit dem Imbiss übernommen. „Damals habe ich von einem Bekannten gehört, dass die Besitzerin den Imbiss verkaufen will und schließlich zugegriffen.“ Die Idee lag auch nahe, schließlich ist Christof Krämer ausgebildeter Koch und hat etliche Jahre das Steakhaus im Bungert Restaurant geleitet.

„Neben dem Steakhaus war ich abends oft im Imbiss, der bei Veranstaltungen viel unterwegs war. Und da habe ich mir gedacht, dass ich das auch als Selbstständiger gerne machen würde,“ sagt er.

Dabei war das erste Jahr mühsam, bis er sich eine eigene Stammkundschaft „erkocht“ hatte. „Da hat mir wieder der Fußball geholfen. Dadurch, dass ich selbst spiele und trainiere, kenne ich viele Leute. Die haben bei mir gegessen und weitererzählt, dass es schmeckt.“ Auf der Speisenkarte stehen die Klassiker wie Currywurst, Fritten und Hacksteak, aber es gibt auch jeden Tag ein Tagesessen. Das können Spaghetti Bolognese sein, aber auch Saisonales, wie Gräwes oder Rinderroulade mit Rotkohl. „Meine ,gute Seele’ Hanne Wirth und ich wollen schließlich ordentliche Qualität und Abwechslung bieten“, berichtet Christof Krämer. Seine Mitarbeiterin, die ein Jahr, nachdem er den Imbiss übernommen hatte, dazukam, sagt zum beliebtesten Gericht: „wenn wir Gyros haben, boxt der Papst, dann rennen uns die Leute die Bude ein.“

Warum das so ist, kann sich keiner von beiden so richtig erklären. Wichtig ist dem Küchenchef aber, dass er alles selbst macht. „Das habe ich schließlich gelernt und das ist für mich selbstverständlich“, sagt er. Deshalb steht er auch schon um 7 Uhr morgens in seinem Laden und bereitet die Soßen, die Salate und die Frikadellen und andere Fleischgerichte vor. Ab 11 Uhr geht das Geschäft los.

Die Preise liegen zwischen sieben und neun Euro für die Tagesessen. „Wir haben tolle Stammkunden, ohne sie wären wir nicht durch die Coronakrise gekommen“, sagt er und ergänzt: „Wir waren sehr überrascht dass wir nominiert wurden und haben uns gefreut.“

Zu den Stammkunden gehören neben den älteren Herrschaften und Sportlern viele Urlauber. Eine Gruppe Engländer, die jedes Jahr an der Mosel Urlaub macht, stattet ihnen immer einen Besuch ab. „Sie haben uns schon Marmelade oder Süßes aus ihrem Heimatland mitgebracht“, berichtet Hanne Wirth.

Das gute Verhältnis zu seinen Kunden bringt einer seiner Stammgäste so auf den Punkt: „Christof ist überall beliebt und bekannt. Einfach ein verrückter Hund, der sagt, was er denkt.“

 Die Currywust Pommes wird in Mülheim so serviert.
Die Currywust Pommes wird in Mülheim so serviert. Foto: Christina Bents

Der Region und seinen Kunden etwas zurückgeben ist dem Imbissbesitzer wichtig, deshalb hat er auf verschiedenen Fußballplätzen Bandenwerbung und unterstützt Jugend- und Damenmannschaften. „Wenn sie was brauchen, bin ich immer gerne bereit, was dazuzugeben.“ Wie lange er den Imbiss noch machen wird, kann er noch nicht sagen. „Es macht mir auch nach 14 Jahren noch Spaß, aber vielleicht kommt auch mal was Neues“, sagt der 48-Jährige.