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Wettbewerb „Die beste Pommes“: Mr. Didi´s in Wittlich und sein Döner

Wettbewerb „Die beste Pommes“ : Aus der Sternegastro ins Grillhaus – Dede Sag in Wengerohr „pusht“ den Döner

Döner schmecke ihnen in Wengerohr am besten, sagen Kunden, die ihren Lieblingsimbiss Mr. Didi´s zur Teilnahme an unserem Wettbewerb „Die beste Pommes“ nominiert haben.

Aus der Sterne- in die Imbissgastronomie: Vor zweieinhalb Jahren übernahm der gelernte Koch Dede Sag das Grillhaus seiner Eltern in Wittlich-Wengerohr. „Mein Vater konnte es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr machen“, erklärt Sag, der bis 2019 bei Promikoch Alfons Schuhbeck in den Südtiroler Stuben in München arbeitete. Zurück aus München und der Spitzengastronomie, machte Sag aus dem Euphrat-Grill in Wengerohr „Mr. Didi`s“ Imbisshaus, wo ihm seine beiden Brüder Halil (21) und Ismail (19) neben ihrem Studium zur Seite stehen.

Koch hat im Vier-Sterne-Hotel gelernt

Der gelernte Koch, der seine Ausbildung in den Küchen der Vier-Sterne-Hotels Moselschlösschen und Bellevue an der Mosel absolvierte, ist nun also nicht mehr in der Spitzengastronomie, sondern in Wittlich in der Imbissbranche tätig. Statt geschmorter Rinderschulter oder Kaiserschmarrn, wie sie bei Schuhbeck auf der Karte stehen, produziert der 25-jährige Koch in Wengerohr nun tagtäglich Döner, Burger, Pizza und weitere Klassiker der Imbissküche. Und auch damit hat er Erfolg: „Die Speisen sind von sehr guter Qualität und man wird dort immer freundlich behandelt“, schreiben seine Stammkunden Gerhard und Andrea Kien aus Wengerohr. Auch weitere Leser unserer Zeitung haben Dede Sag mit seinem Grillhaus zur Teilnahme an unserem Wettbewerb „Die beste Pommes“ nominiert. Auf der Suche nach dem beliebtesten Imbiss im Landkreis Bernkastel Wittlich schauen wir deshalb auch bei dem Wittlicher Imbisskoch mit „osttürkischen Wurzeln“ vorbei. Insbesondere mit seinem Chili-Cheese-Döner und Burgern, so Sag, habe er sich in Wittlich – und durch seinen Lieferservice auch in der Umgebung – einen Namen gemacht. Die Auswahl ist groß: Es gibt Pizza, Döner, Burger, Hot Dogs und natürlich auch Pommes. Aber wieso nehmen, wie er sagt, auch Kunden von der Mosel sowie der Innenstadt, wo es ja auch Grillhäuser gibt, den Weg nach Wengerohr auf sich, um bei Mr. Didi’s zu speisen? „Wer mit der Qualität hochkommt, der bekommt auch die Kunden. Die Qualität liegt bei uns immer bei 110 Prozent“, sagt Sag, der täglich zwei mal selber Fladenbrot für seine Döner backt und „alle Saucen bis auf Ketchup und Mayo“ selber macht.

In Wengerohr gibt’s den Döner mit dem besonderes Kick

Ein Verkaufsschlager seines Imbisslokals ist der Döner in „gepushter Variante“: Den Klassiker der türkischen Imbissküche gibt es bei Sag mit Chili-Cheese-Sauce oder als Texas-Döner mit Barbecue-Sauce. „Wir verwenden Putenfleisch vom Drehspieß, weil es saftig ist, und in unseren Döner kommen bis zu sechs verschiedene grüne Salate.“ Aufgrund der Schärfe der Chili-Cheese-Sauce bleibe sein Döner den Kunden in Erinnerung, meint Sag. „Das ist das bestimmte Etwas, wie das Salz im Dessert.“ Sein ehemaliger Chef Schubeck habe gesagt: „Schärfe bleibt im Kopf.“ Essen müsse ein Erlebnis sein, sagt der 25-Jährige, der in seinem Imbiss in Wengerohr am Abend Burger „aus Metzgerfleisch“ auf dem Grill über offener Flamme brät.

Dede Sag will den eigenen Michelin-Stern

„Manchmal mache ich auch das Hack selber.“ Viele Dinge selber zu machen, erklärt Sag, sei zeitaufwendig. „Das sind pro Tag ein bis zwei Stunden, die Du mehr investierst, aber die bekommst Du zurück, wenn Du Kunden damit ein Lächeln ins Gesicht zauberst.“ Zu Stammkunden werden Gäste nur, so Sag, wenn man ihnen etwas Einzigartiges biete.

Eines Tages möchte der 25-Jährige aus der Imbissküche wieder in die „Spitzengastro“ zurück. „Ziel ist der eigene Michelin-Stern. Man muss ja aber klein anfangen.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Chili-Cheese-Döner statt geschmorter Rinderschulter: Imbisschef Dede Sag von Mr. DiDi’s kommt aus der Spitzengastronomie