Wider die Geflügelpest

BERNKASTEL-WITTLICH. (red) Geflügelpest frühzeitig erkennen: Für bestimmte Geflügelhaltungen sind die Bestimmungen der Geflügelpestverordnung erweitert worden.

Geflügelhalter Obacht: Jeder, der mehr als hundert Tiere hat, die nicht ausschließlich in Ställen leben, ist von der Erweiterung der Geflügelpestverordnung betroffen. Ob Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten, Gänse - die Halter müssen ihre Tiere jährlich jeweils vom 15. März bis 31. Mai und vom 15. Oktober bis 15. Dezember auf das Influenza-A-Virus der Subtypen H5 und H7 untersuchen lassen. Werden Gänse oder Enten gehalten, sind 15 Tiere je Bestand zu untersuchen. In allen übrigen Beständen ohne Gänse und Enten je zehn Tiere. Tierärzte nehmen auf Anfrage der Geflügelhalter Blutproben. Diese werden im Landesuntersuchungsamt in Koblenz untersucht. Die Vorschriften gelten auch für diejenigen, die unabhängig von der Bestandsgröße gewerbsmäßig Geflügel züchten und es nicht ausschließlich in Ställen halten. Zudem müssen die Geflügelhalter beachten: Sie dürfen Geflügel nur an Stellen füttern, die für wild lebendes Wassergeflügel, Küstenvögel und Möwen nicht zugänglich sind. Geflügelhalter haben alle Zu- und Abgänge von Geflügel, Name und Anschrift des Transportunternehmers, des bisherigen Besitzers beziehungsweise Käufers, Datum des Zu- oder Abgangs sowie die Art des Geflügels einzutragen. Bei mehr als 100 Tieren ist zudem einzutragen, wie viele Tiere pro Werktag verenden. Wenn mehr als 1000 Tiere gehalten werden, ist je Werktag die Gesamtzahl der gelegten Eier festzuhalten. Die Register müssen mindestens drei Jahre aufbewahrt werden. Sterben bei einer Bestandsgröße von bis zu 100 Tieren innerhalb von 24 Stunden drei, so muss der Besitzer die Ursache feststellen lassen. Gleiches gilt, wenn mehr als zwei Prozent der Tiere bei einer Bestandsgröße von mehr als 100 Tieren sterben, sich die Legeleistung stark verändert oder das Gewicht der Tiere stark zunimmt. Dabei ist immer auch auf Influenza-A-Virus der Subtypen H5 und H7 zu untersuchen. Der Besitzer hat sicherzustellen, dass jeder, der an der Ein- oder Ausstallung von Geflügel beteiligt ist, gereinigte Schutzkleidung oder Einwegkleidung trägt. Die Schutzkleidung ist vom Besitzer nach Gebrauch zu reinigen und zu desinfizieren; Einwegkleidung hat er zu beseitigen. Bei mehr als 1000 Stück Geflügel müssen die Ställe gegen unbefugten Zutritt gesichert sein. Besucher dürfen sie nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten. Zudem müssen die Ställe regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden. Für weitere Fragen stehen die Mitarbeiter des Fachbereichs Veterinärdienst und Lebensmittel der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich zur Verfügung, Telefon 06571/14353.