Wie kommt unser Essen auf den Teller?

Wie kommt unser Essen auf den Teller?

Wenn man sein Gemüse selbst angebaut hat, schmeckt es gleich doppelt so gut. Deswegen nimmt der Morbacher Kindergarten "Auf der Huhf" am Projekt "GartenKinder" teil, für das sie eigens ein Hochbeet gebaut haben. Brunhilde Gorges vom Deutschen LandFrauenverband steht den Kindergärtnerinnen dabei zur Seite.

Morbach. Für viele Kinder kommt Gemüse aus dem Supermarkt, ganz klar. Dass es vorher aber noch gesät und aufgezogen werden muss, wissen viele Kinder nicht. Um ihnen das beizubringen, hat die Stiftung "Besser essen. Besser leben." gemeinsam mit dem LandFrauenverband die Initiative "GartenKinder" ins Leben gerufen.
Der Kindergarten "Auf der Huhf" in Morbach macht begeistert mit: Es werden Möhren gesät und die Pflanzen gesetzt, die im Zimmer-Treibhaus vorgezogen wurden. Platz dafür ist im neuen Hochbeet, das extra für das Projekt angelegt wurde.
Den Kindern macht die Aktion Spaß: ob Löcher schaufeln, säen oder gießen: Jeder will mal dran kommen. Zur Veranschaulichung wird neben jede Pflanze ein bebildertes Schild gesteckt. "Das soll als ganzheitliche, theoretische Begleitung dienen", erklärt Heilerziehungspflegerin Esther Simon. Dabei begleitet sie Brunhilde Gorges vom LandFrauenverband, die selbst eine Ausbildung zur Gartenführerin absolviert hat. "Ich mache das Projekt gerne, da ich auch Kinder gerne mag", sagt Gorges. "Die Aktion ist gut angelaufen", sagt Esther Simon. "Die Kinder zeigen ihren Eltern die Fortschritte. Außerdem haben auch schon ein paar Eltern selbst Samen mitgebracht."
Dabei ist der Morbacher Kindergarten "Auf der Huhf" nicht der einzige, der mitmacht. "Auch der Kindergarten Morscheid ist mit dabei. Da läuft es genauso gut", erklärt Brunhilde Gorges. Dabei werden die Kleinen nicht nur in das Säen und Ernten eingebunden, sie sollen auch verstehen, was dazwischen geschieht. "Die Kinder sollen berichten, was da passiert ist. Das ist für sie auch eine Sprachübung", sagt Gorges.
Am Ende haben die Kinder ein beträchtliches Beet unter anderem mit Tomaten, Bohnen, Zucchini und Ringelblumen. "Es kommt dabei aber nicht auf die Vielfalt an, sondern darauf, dass die Kinder sehen, dass Gemüse aus Samen gezogen wird", sagt Gorges. "GartenKinder" ist ein gelungenes Projekt. Brunhilde Gorges möchte mehrere Kindergärten motivieren, mitzumachen. Sie hat schon genaue Vorstellungen: "Mein Ziel ist es, dass einmal alle acht Kindergärten der Einheitsgemeinde Morbach teilnehmen." lem

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