Brandschutz : Wie man Brandrisiken minimiert

Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues hatten am vergangenen Wochenende einen Großeinsatz (der Volksfreund berichtete): Mehr als 150 Feuerwehrleute waren damit beschäftigt, einen Brand auf einer Fläche von über 500 Quadratmetern zu bekämpfen.

Dabei wurde ein Mensch mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in  eine Klinik gebracht. Als möglicher Grund für den Brand des Geschäfts- und Wohngebäudes in Neumagen-Dhron  steht ein an  das Stromnetz angeschlossenes Kinderspielzeug im Raum.

Dabei soll es sich aber nicht um ein Kleingerät handeln, sondern um eins der elektrischen Kinderfahrzeuge, die in einem der beiden Unternehmen erworben werden können.

Laut Thomas Edringer, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues und stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur können elektrische Fahrzeuge eine Brandgefahr darstellen. Noch laufen die Ermittlungen um die konkrete Brandursache.

Dass ein Brand durch Elektrizität entsteht, ist aber keine Seltenheit, wie Thomas Edringer im TV-Gespräch erläutert.

Theoretisch müsse man stets bei jedem Ladevorgang mit einem Feuerlöscher danebenstehen, dies sei aber natürlich in der Realität nicht umsetzbar. Gerade E-Bikes hätten durch die steigende Beliebtheit immer wieder für Feuerwehreinsätze gesorgt.  Aber: Bei einem Defekt könne sich prinzipiell jedes elektronische Gerät entzünden, so Edringer weiter.

Bei Elektrofahrzeugen läge der Fehler oft bei der Fahrzeug- und Ladetechnik. Bei E-Autos  werde diese Gefahr häufig  thematisiert. Ein fehlerhaftes Teil in diesem Modell erhöhe die Gefahr für Kurz­schlüsse oder sogar Brände.

Um das Brandrisiko zu minimieren, empfiehlt Wehrleiter Edringer: Alle Steckdosen und Anschlüsse müssen der benötigten Leistung angepasst sein. Das sollte im Zweifelsfall immer eine Fachfirma übernehmen. Grundsätzlich gilt: Wer Elektrogeräte nutzt, muss sich des Brandrisikos bei einem Defekt  bewusst sein. Im Einsatz beim Brand in Neumagen-Dhron waren die Feuerwehren aus Neumagen-Dhron, Brauneberg, Filzen, Noviand, Pies­port, Minheim, Wintrich, Mülheim, Kues und Wittlich, zusammen mit dem Einsatzleitwagen der Verbandsgemeinde, welcher mit dem Führungsdienst besetzt war, sowie der Katastrophenschutzzug; Teil­einheit Kinheim; Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes mit Organisationleiter und der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues.